Telekommunikationssysteme
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Telekommunikationssysteme
Telekommunikationsanlagen wie strukturierte Verkabelungen, Datennetze, Telefonanlagen sowie passive und aktive IT-Infrastrukturen bilden die kritische Basis moderner Gebäude. Ausfallsicherheit und Nachweisführung dieser Anlagen sind für Unternehmen und öffentliche Auftraggeber von strategischer Bedeutung. Deutsche Gesetze und technische Richtlinien verlangen eine lückenlose Dokumentation über den gesamten Lebenszyklus der Anlagen, um die Betreiberpflichten zu erfüllen. Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) strukturiert die Planungs- und Überwachungsleistungen in neun Leistungsphasen; die Vergabeverordnung (VgV) setzt die Richtlinie 2014/24/EU über die öffentliche Auftragsvergabe um; die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/A 2019) regelt das Bauvergabeverfahren und enthält geänderte Bestimmungen zu Verfahrensarten, Losaufteilung und Eignungsprüfung. Technische Richtlinien wie die VDI 6026 Blatt 1.1 konkretisieren die FM-gerechte Dokumentation und fordern, dass die Anforderungen des späteren Betriebs bereits in der Planungsphase berücksichtigt und die Unterlagen am Ende jeder Phase geprüft und freigegeben werden.
Für Facility Management bedeutet dies: Planung, Ausschreibung, Ausführung, Abnahme, Betrieb und Gewährleistung müssen HOAI-, VOB-, VgV- und VDI-konform dokumentiert werden, um Rechtssicherheit zu gewährleisten. Das folgende Raster zeigt alle erforderlichen Dokumente über den Lebenszyklus und ordnet sie den FM-Prozessen zu.
Strukturen und Anwendungen von Telekommunikationssystemen
- Angebot – Bauleistungen (Telekommunikationsanlagen)
- Vergabe- und Gewährleistungsfristenübersicht (Mängelansprüche)
- Antrag auf behördliche Zustimmung – Technische Ausrüstung
- Abnahmeprotokoll – Telekommunikations- und IT-Systeme
- Anlagenbeschreibung – Technische Ausrüstung
- Assetbuch – Telekommunikationsanlagen
- Anschlussliste / Klemmenplan – Montageplanung (LPH 7 +)
- Anschlussliste / Klemmenplan – Revisionsstand (LPH 8)
- Montagezeichnung – Montageplanung (LPH 7 +)
- Ausführungs- / Revisionszeichnung – Ausführung (LPH 8)
- Messungen – Technische Ausrüstung
- Berechnung und Auslegung – Entwurfsplanung (LPH 3)
- Berechnung und Auslegung – Ausführungsplanung (LPH 5)
- Berechnung und Auslegung – Ausschreibungsergebnis (LPH 7)
- Ausschreibungspläne – Technische Ausrüstung
- Ausführungs- und Werkpläne – Technische Ausrüstung
- Ausführungspläne (Anordnungspläne) – Montageplanung (LPH 7+)
- Ausführungspläne – Ausführungsstand (LPH 8)
- Prüfprotokolle elektrischer Betriebsmittel
- Betriebs- und Benutzerhandbuch – Telekommunikationsanlagen
- Lebenszykluskostenberechnung – Technische Ausrüstung
- Betriebskostenberechnung – Technische Ausrüstung
- Bestandsaufnahme, grafische Darstellung und Neuberechnung
- Bestandspläne – Sicherheits- und Informationstechnik
- Betriebsanleitungen und Sicherheitshinweise – Elektrische Betriebsmittel
- Gewerkeübergreifende Betriebsanleitung – Technische Ausrüstung
- Betriebstagebuch
- Brandschutz- / Brandfall-Steuermatrix
- Lösungsdarstellungen – Ausführungsplanung (Leistungsphase 5)
- Lösungsbeschreibungen – Ausschreibungsergebnis (Leistungsphase 7)
- Datenerfassung, Analysen und Optimierungsprozesse – Ergebnisse
- Datenpunkt- und Funktionsliste – Montageplanung (LPH 7+)
- Datenpunkt- und Funktionsliste – Ausführungsstand (LPH 8)
- Instandhaltungsunterlagen
- Dokumentation von Dämm- und Brandschutzarbeiten (TGA)
- Bautagebuch – Technische Ausrüstung
- Vergabedokumentation – Telekommunikationsanlagen
- Eignungsnachweise der Bieter
- Mengenermittlung – Ergebnisse
- Installateurerklärung – Telekommunikationsanlagen
- Funktionsdiagramm (Prinzipschaltbild) – Technische Ausrüstung
- Funktions- und Strangschema – Entwurfsplanung
- Funktions- und Strangschema – Ausführungsplanung
- Funktions- und Strangschema – Ausschreibungsergebnis
- Funktionsbeschreibung – Elektrische Systeme
- Gebrauchsanleitung – Produkte
- Gewerke- / Schnittstellenmatrix
- Instandhaltungsplan – Telekommunikationsanlagen
- Instandhaltungsplan – Elektrische Systeme (VOB/C)
- Wartungsberichte
- Aufgabenklärung – Ergebnisse der technischen Ausrüstung
- Kostenschätzung – Ergebnisse der technischen Ausrüstung
- Kostenberechnung – Ergebnisse der technischen Ausrüstung
- Kostenfeststellung – Ergebnisse der technischen Ausrüstung
- Anlagen-/Inventarliste – Telekommunikationsanlagen
- Wartungsplan / Wartungskalender
- Leistungs- und Funktionsprüfungen – Ergebnisse
- Objektbegehungs- / Objektprüfbericht – Technische Ausrüstung
- Anschluss- und Aufstellpläne für Geräte und Maschinen
- Nachweise Bauphysik und Statik – Dämm- und Brandschutzarbeiten TGA
- Planungskonzept – Technische Ausrüstung
- Preisliste – Technische Ausrüstung
- Protokoll zur Mängelbeseitigung aus der Abnahme
- Protokoll zur Einweisung des Betriebspersonals – Elektrische Systeme
- Inbetriebnahme- und Einstellbericht – Elektrische Systeme
- Prüfbuch für elektrische Anlagen und Betriebsmittel
- Raumbuch – Gesamtgebäude
- Raumbuch – Technischer Teil (LPH 2 Vorplanung)
- Raumbuch – Technischer Teil (LPH 3 Entwurfsplanung)
- Auditunterlagen für Telekommunikationsanlagen
- Berechnung von Schadstoffemissionen – Technische Ausrüstung
- Schlitz- und Durchbruchpläne – Ausführungsplanung (LPH 5)
- Schlitz- und Durchbruchpläne – Ausschreibungsergebnis (LPH 7)
- Schnittstellenkatalog – Telekommunikationsanlagen
- Stromlaufpläne – Technische Ausrüstung (LPH 5)
- Stromlaufpläne – Montageplanung (LPH 7 +)
- Stromlaufpläne – Revisionsstand (LPH 8)
- Übersichts-Stromlaufplan nach DIN EN 61082-1 – Montageplanung (LPH 7 +)
- Übersichts-Stromlaufplan – Revisionsfassung (LPH 8)
- Ausschreibungsunterlagen mit Leistungsbeschreibung
- Vergabevorschlag – Technische Ausrüstung
- Wirtschaftlichkeitsnachweis – Technische Ausrüstung
- Grafische Darstellung – Entwurfsplanung (LPH 3)
- Grafische Darstellung – Ausführungsplanung (LPH 5)
- Grafische Darstellung – Ausschreibungsergebnis (LPH 7)
- Wartungsanweisungen – Elektrische Systeme
- Instandhaltungsdokumentation nach VDMA 24186
- Instandhaltungsplanung und -organisation – Technische Ausrüstung
- Werks- und Prüfzeugnisse – Elektrische Systeme
Angebot – Bauleistungen (Telekommunikationsanlagen)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Angebot |
| Zweck & Scope | Grundlage für die Auswahl des Auftragnehmers und den Abschluss des Bauvertrags |
| Relevante Regelwerke | Vergabeverordnung (VgV); VOB/A 2019 |
| Kernelemente | • Beschreibung der auszuführenden Leistungen |
| Verantwortlich | Bieter / künftiger Auftragnehmer |
| Praktische Nutzung | Vergleichs- und Entscheidungsgrundlage im Vergabeverfahren |
Erläuterung:
Das Angebot bildet den verbindlichen Leistungs- und Kostenrahmen. Für das Facility Management ist es wichtig, später Abgrenzungen von vertraglich vereinbarten Leistungen, Nachtragsansprüchen und Gewährleistungsrechten nachvollziehen zu können. Die VOB/A regelt Form, Mindestinhalte und Wertgrenzen für Bauangebote sowie das Nachfordern von Unterlagen im Vergabeverfahren.
Vergabe- und Gewährleistungsfristenübersicht (Mängelansprüche)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Übersicht Verjährungsfristen |
| Zweck & Scope | Transparente Darstellung der Gewährleistungszeiträume für alle Anlagenteile |
| Relevante Regelwerke | HOAI (Leistungsphase 9), VOB/B |
| Kernelemente | • Beginn und Ende der Fristen je Gewerke/Komponenten |
| Verantwortlich | Technischer Planer für die technische Ausrüstung (TGA) |
| Praktische Nutzung | Steuerung des Mängelmanagements und der fristgerechten Nachverfolgung |
Erläuterung:
In Leistungsphase 9 der HOAI gehört die Fach- und Gewährleistungsbetreuung zu den Grundleistungen; dazu zählen die Objektbegehung zur Mängelfeststellung und das Überwachen der Mängelbeseitigung. Eine übersichtliche Darstellung der Gewährleistungsfristen ermöglicht dem Facility Management, Mängelansprüche rechtzeitig geltend zu machen.
Antrag auf behördliche Zustimmung – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Genehmigungsantrag |
| Zweck & Scope | Einholung der erforderlichen behördlichen Genehmigungen für die Telekommunikationsanlage |
| Relevante Regelwerke | HOAI (Leistungsphase 4), öffentliche Bauordnungen und Fachgesetze |
| Kernelemente | • Technische Beschreibung und Funktionsnachweise |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA im Auftrag des Bauherrn |
| Praktische Nutzung | Voraussetzung für die zulässige Errichtung und den späteren Betrieb |
Abnahmeprotokoll – Telekommunikations- und IT-Systeme
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Abnahmeprotokoll |
| Zweck & Scope | Dokumentation der förmlichen Abnahme der Leistung |
| Relevante Regelwerke | HOAI (Leistungsphase 8); VOB/B |
| Kernelemente | • Abnahmedatum und Beteiligte |
| Verantwortlich | Auftraggeber und Auftragnehmer (beide Vertragsparteien) |
| Praktische Nutzung | Rechtswirksamer Start der Gewährleistung; Übergabe der Anlage an das Facility Management |
Anlagenbeschreibung – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Anlagenbeschreibung |
| Zweck & Scope | Verständliche Darstellung der Systemarchitektur und Funktionen |
| Relevante Regelwerke | HOAI (Leistungsphasen 2–5), VDI 6026 Blatt 1.1 |
| Kernelemente | • Aufbau und Funktionsweise der Telekommunikationsanlage |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Betriebshandbücher, Schulungen und Audits |
Erläuterung:
Die Anlagenbeschreibung dient dem Facility Management als systematisches Verständnis der Infrastruktur. Die VDI 6026 fordert, dass die Planung samt Beschreibung am Ende jeder Phase vom Auftraggeber geprüft und freigegeben wird und dass FM-Anforderungen bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden.
Assetbuch – Telekommunikationsanlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Asset- oder Anlagenbuch |
| Zweck & Scope | Vollständige Erfassung aller Komponenten der Telekommunikationsanlage über den Lebenszyklus |
| Relevante Regelwerke | VDI 3810 Blatt 2/VDI 6023 Blatt 3; DIN EN 13306; DIN 32835-1 |
| Kernelemente | • Komponentenliste mit Standorten, Port- und Seriennummern |
| Verantwortlich | Betreiber / Facility Management (Anlage wird durch Planer erstellt und vom Betreiber fortgeführt) |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Betrieb, Instandhaltung, gesetzliche Nachweise und Investitionsplanung |
Erläuterung:
Die VDI 3810 und VDI 6023 verlangen, dass für Trinkwasser- und andere technische Anlagen während des gesamten Lebenszyklus ein Anlagenbuch geführt wird; darin sind alle relevanten Planungsdaten, Betriebsparameter und Prüfungen dokumentiert. Der Planer erstellt das Anlagenbuch mit Grunddaten, Planungsunterlagen, Raumbuch, Inbetriebnahme- und Hygieneprotokollen; der Betreiber führt es im Betrieb fort und dokumentiert Wartungs- und Analyseergebnisse. Eine übersichtliche Übergabe/Abnahme schreibt vor, dass das Anlagenbuch dem Auftraggeber vollständig zu übergeben ist. Für Telekommunikationsanlagen bildet das Assetbuch die zentrale Bestandsbasis für CAFM-Systeme, Wartungsplanung und Lifecycle-Management.
Anschlussliste / Klemmenplan – Montageplanung (LPH 7 +)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Anschluss- bzw. Klemmenplan |
| Zweck & Scope | Darstellung aller Anschlüsse und Signalwege sowie Port- und Klemmenbelegung |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382 (VOB/C) |
| Kernelemente | • Auflistung der Kabel, Adern, Ports und Klemmstellen |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praktische Nutzung | Grundlage für die Installation, Verdrahtung und die anschließende Funktionsprüfung |
Erläuterung:
Die Anschlussliste bzw. der Klemmenplan der Montageplanung (LPH 7+) stellt sämtliche elektrischen Anschlüsse, Signalwege sowie Port- und Klemmenbelegungen übersichtlich dar und bildet die Grundlage für eine fachgerechte Installation gemäß DIN 18382 (VOB/C). Für das Facility Management ist dieses Dokument von zentraler Bedeutung für die Funktionsprüfung, die Fehlersuche im Betrieb sowie für spätere Umbauten oder Erweiterungen, da Anschlüsse eindeutig Geräten, Räumen und Systemfunktionen zugeordnet sind.
Anschlussliste / Klemmenplan – Revisionsstand (LPH 8)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Revisions-Anschlussliste |
| Zweck & Scope | Dokumentation des ausgeführten Ist-Zustands |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382 (VOB/C) |
| Kernelemente | • Endgültige Belegung nach Ausführung |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praktische Nutzung | Basis für Betrieb, Fehlersuche, Umbauten und Modernisierungen |
Erläuterung:
Die DIN 18382 ist Teil der VOB/C und enthält die allgemeinen technischen Vertragsbedingungen für Elektro-, Sicherheits- und informationstechnische Anlagen. Für das Facility Management sind ausführliche Anschluss- und Klemmenpläne betriebsentscheidend, insbesondere bei Störungen, Erweiterungen oder Nutzerwechseln. Sie ermöglichen die schnelle Identifizierung von Leitungswegen und Anschlüssen.
Montagezeichnung – Montageplanung (LPH 7 +)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Montagezeichnung |
| Zweck & Scope | Detaildarstellung der Installation mit Geräte- und Montageorten |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382 (VOB/C) |
| Kernelemente | •Lage der Komponenten, Kabeltrassen und Befestigungen |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praktische Nutzung | Grundlage für eine fachgerechte Montage und Einhaltung der Sicherheitsabstände |
Erläuterung:
Die Montagezeichnung der Montageplanung (LPH 7+) stellt die Installation der Anlagen mit exakten Geräte-, Leitungs- und Montageorten detailliert dar und gewährleistet eine normkonforme Ausführung gemäß DIN 18382 (VOB/C). Für das Facility Management dient sie als verlässliche Referenz zur Einhaltung von Sicherheitsabständen, zur Nachvollziehbarkeit der installierten Komponenten sowie als Planungsgrundlage für Wartungsarbeiten, Umbauten und spätere Anpassungen im laufenden Betrieb.
Ausführungs- / Revisionszeichnung – Ausführung (LPH 8)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Ausführungs- bzw. Revisionszeichnung |
| Zweck & Scope | Dokumentation des tatsächlichen Leitungs- und Gerätezustands |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382 (VOB/C) |
| Kernelemente | • Tatsächliche Leitungsführung, Kabelwege und Gerätepositionen |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praktische Nutzung | Referenz für Betrieb, Umbauten, Erweiterungen und als Nachweisunterlage |
Erläuterung:
Die Ausführungs- bzw. Revisionszeichnung der Leistungsphase 8 dokumentiert den tatsächlich ausgeführten Leitungs- und Gerätezustand der Anlage und stellt damit den verbindlichen Ist-Zustand gemäß DIN 18382 (VOB/C) dar. Für das Facility Management ist sie eine zentrale Referenz für den sicheren Betrieb, für Wartungs-, Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen sowie als revisionssichere Nachweisunterlage gegenüber Prüfern, Behörden und Versicherern.
Messungen – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Messdokumentation |
| Zweck & Scope | Ermittlung und Nachweis technischer Leistungsparameter |
| Relevante Regelwerke | HOAI; DIN 18382; VDE- und DGUV-Vorschriften |
| Kernelemente | • Signal- und Leitungsparameter (Kupfer und LWL) |
| Verantwortlich | Technische Planer / TGA-Ingenieure |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Auslegung, Qualitätssicherung und Abnahme |
Erläuterung:
Messdokumente ermöglichen eine objektive Bewertung der technischen Leistungsfähigkeit von Leitungs- und Komponentenstrecken und dienen der Optimierung und Fehleranalyse im FM. Bei Glasfaserstrecken etwa sind die geforderten Dämpfungswerte vor der Abnahme zu prüfen; die Messergebnisse müssen in einem Messprotokoll oder Gebäudedämpfungsplan dokumentiert werden. Diese Dokumentation ist für die Bauabnahme unerlässlich und bildet Referenzwerte für späteres Troubleshooting.
Berechnung und Auslegung – Entwurfsplanung (LPH 3)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Berechnungs- und Auslegungsnachweis |
| Zweck & Scope | Dimensionierung der Telekommunikationssysteme |
| Relevante Regelwerke | HOAI; DIN 18382; DIN EN 50173/50174 (strukturierte Verkabelung) |
| Kernelemente | • Kapazitäts- und Leistungsberechnungen |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Sicherstellung bedarfsgerechter Planung |
Erläuterung:
In der Leistungsphase 3 der HOAI wird ein detailliertes Planungskonzept entwickelt, das alle projektspezifischen Anforderungen berücksichtigt. Die Entwurfsplanung umfasst die Analyse der Grundlagen, die Erarbeitung des Entwurfskonzepts, die Abstimmung und Koordination sowie die Kosten- und Terminplanung. Für Telekommunikationsanlagen bedeutet dies die Dimensionierung der Kabellängen, Leitungsquerschnitte, Verteilzonen und Leistungsreserven. Diese Unterlagen sichern eine funktionale und zukunftsfähige Auslegung und sind für das FM bei Erweiterungen oder Umbauten von zentraler Bedeutung.
Berechnung und Auslegung – Ausführungsplanung (LPH 5)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Aktualisierte Berechnungen |
| Zweck & Scope | Anpassung der Auslegung an Ausführungsdetails |
| Relevante Regelwerke | HOAI; DIN 18382; DIN EN 50346 (Abnahmemessungen) |
| Kernelemente | • Detaildimensionierung |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Ausführung und Betrieb |
Erläuterung:
Während der Ausführungsplanung (Leistungsphase 5) wird der genehmigte Entwurf detailliert ausgearbeitet. Die HOAI beschreibt diese Phase als Feinplanung, bei der alle erforderlichen Berechnungen und Dimensionierungen vorgenommen und detaillierte Ausführungspläne erstellt werden. Für Telekommunikationsanlagen umfasst dies die genaue Festlegung der Kabelwege, Anschlussfelder, Patch-Panel-Aufteilung und die Abstimmung mit anderen Gewerken. Die aktualisierten Berechnungen dienen als Grundlage für die spätere Ausführung und den wirtschaftlichen Betrieb.
Berechnung und Auslegung – Ausschreibungsergebnis (LPH 7)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Endgültiger Berechnungsnachweis |
| Zweck & Scope | Dokumentation der vergebenen technischen Lösung |
| Relevante Regelwerke | HOAI; DIN 18382 (VOB/C ATV) |
| Kernelemente | • Bestätigte Systemparameter |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Referenz für Abnahme und Betrieb |
Erläuterung:
Die Mitwirkung bei der Vergabe (Leistungsphase 7) hat die transparente und nachvollziehbare Vergabe zum Ziel. Der endgültige Berechnungsnachweis dokumentiert die vom Auftragnehmer angebotene und vertraglich vereinbarte technische Lösung. Er enthält die bestätigten Leistungsparameter (z. B. Bandbreiten, Dämpfungsbudgets, Redundanzen) und dient als Referenz für Abnahmeprüfungen und spätere Betriebsoptimierungen.
Ausschreibungspläne – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Ausschreibungspläne |
| Zweck & Scope | Darstellung des geplanten Leistungsumfangs |
| Relevante Regelwerke | HOAI; VDI 6026 |
| Kernelemente | • Systemübersichten |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Vergabe und Kostenkontrolle |
Erläuterung:
Die Ausschreibungspläne stellen den definierten Leistungsumfang grafisch dar. Sie enthalten Übersichtspläne, Strukturschemata und Mengengerüste, die für die Kostenberechnung und die Vorbereitung der Vergabe erforderlich sind. Entsprechend VDI 6026 Blatt 1.1 müssen FM-relevante Unterlagen in TaAusführungs- und Werkpläne – Technische Ausrüstungbellenform den gesamten Lebenszyklus abbilden – von der Projektentwicklung über das Planen und Ausführen bis zum Betreiben und Rückbau. Eine frühzeitige Festlegung der FM-Anforderungen erleichtert die Integration in CAFM-Systeme und die spätere Nutzung.
Ausführungs- und Werkpläne – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Ausführungs-/Werkpläne |
| Zweck & Scope | Detaillierte technische Umsetzung |
| Relevante Regelwerke | HOAI; DIN 18382; VDI 6026 |
| Kernelemente | • Leitungsführungen |
| Verantwortlich | Zeichner/Fachplaner TGA |
| Praktische Nutzung | Referenz für Ausführung und FM-Dokumentation |
Erläuterung:
Ausführungs- und Werkpläne konkretisieren die Verlegung der Leitungen, die Positionierung von Anschlussdosen, Verteilern und technischen Räumen. Sie berücksichtigen die in DIN 18382 definierten Anforderungen für Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnische Anlagen, die u. a. Mittel- und Niederspannungsanlagen bis 20 kV, Beleuchtungs- und Kommunikationsanlagen sowie Gefahrenmelde- und Übertragungsnetze umfassen. Die aktualisierte DIN 18382 (Fassung 09-2023) sieht darüber hinaus vor, dass Übersichtsschaltpläne und Messprotokolle, getrennt nach audiovisueller und medientechnischer Anlage, in die Dokumentation aufgenommen werden.
Ausführungspläne (Anordnungspläne) – Montageplanung (LPH 7+)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Ausführungs-/Anordnungspläne |
| Zweck & Scope | Festlegung der Montage und Anordnung |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382; VOB/C; VDI 6026 |
| Kernelemente | • Gerätestandorte |
| Verantwortlich | Auftragnehmer/Installateur |
| Praktische Nutzung | Grundlage für fachgerechte Installation |
Erläuterung:
Die Anordnungspläne werden meist von den ausführenden Unternehmen erstellt. Sie enthalten detaillierte Informationen über die Lage von Endgeräten, Verteilern, Befestigungsmitteln sowie Leitungswege. Für Kommunikations- und Sicherheitsanlagen gelten dabei die ATV-Regeln der DIN 18382; diese Norm ist vertraglicher Bestandteil bei VOB-Verträgen und gilt für die Erstellung von Elektrotechnik-, Sicherheits- und Informationstechnischen Anlagen. Die Pläne dienen dem FM als Grundlage für eine normgerechte Montage und erleichtern die spätere Wartung.
Ausführungspläne – Ausführungsstand (LPH 8)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Revisions-/Bestandspläne |
| Zweck & Scope | Dokumentation des tatsächlich ausgeführten Zustands |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382; HOAI; VDI 6026 |
| Kernelemente | • Endgültige Anordnung |
| Verantwortlich | Auftragnehmer/Installateur |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Betrieb, Wartung und Umbauten |
Erläuterung:
Die Bestandspläne dokumentieren den real ausgeführten Zustand der Anlage. Sie sind integraler Bestandteil der Objektüberwachung (Leistungsphase 8), welche die Bauleitung zur Kontrolle des Baufortschritts einschließt. Die Pläne zeigen eventuelle Abweichungen zur ursprünglichen Planung, etwa geänderte Leitungstrassen oder nachträgliche Anpassungen, und müssen dem Betreiber zur Verfügung gestellt werden. Im FM bilden sie die zentrale technische Bestandsdokumentation und dienen als Grundlage für Störungsmanagement und spätere Umbauten.
Prüfprotokolle elektrischer Betriebsmittel
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Prüfprotokolle |
| Zweck & Scope | Nachweis der elektrischen Sicherheit |
| Relevante Regelwerke | VDE 0701; VDE 0702; DGUV Vorschrift 3; DGUV Vorschrift 4; DGUV-Informationen 203-070 / 203-071 |
| Kernelemente | • Mess- und Prüfergebnisse |
| Verantwortlich | Befähigte Elektrofachkraft / Prüfer |
| Praktische Nutzung | Nachweis gegenüber Behörden und Versicherern |
Erläuterung:
Elektrische Anlagen und Betriebsmittel müssen vor der ersten Inbetriebnahme sowie in regelmäßigen Abständen auf ihre Sicherheit geprüft werden. Die DGUV-Information 203-071 schreibt vor, dass das Prüfergebnis zu dokumentieren ist; die Dokumentation muss eindeutige Identifikationsdaten des Betriebsmittels, Datum und Umfang der Prüfung, den Prüfanlass, das Prüfergebnis, die Prüffrist, Angaben zum verwendeten Messgerät sowie die Unterschrift des Prüfers enthalten. Als übliche Formen nennt die DGUV Prüfprotokolle, Prüfbücher, Gerätekartei oder Datenbanken. Bei ortsveränderlichen elektrischen Arbeitsmitteln fordert die DGUV-Information 203-070, dass die Dokumentation Messverfahren, Messwerte und Prüfergebnis enthält; eine Gerätekartei oder ein elektronisches Prüfbuch ermöglicht gleichzeitig die Inventarisierung. Die Aufzeichnung der Messwerte über einen längeren Zeitraum ermöglicht es dem Unternehmer, Veränderungen des Zustands zu erkennen und Prüffristen zu bestätigen oder anzupassen. Für Kommunikationssysteme betrifft dies insbesondere Netzteile, Verteiler und Endgeräte.
Betriebs- und Benutzerhandbuch – Telekommunikationsanlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Betriebs-/Benutzerhandbuch |
| Zweck & Scope | Sicherer Betrieb und bestimmungsgemäße Nutzung |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382 (VOB/C ATV); VDI 6026; DGUV-Vorschriften |
| Kernelemente | • Bedienhinweise |
| Verantwortlich | Auftragnehmer/Installateur |
| Praktische Nutzung | Zentrale Betriebsgrundlage im FM |
Erläuterung:
Für Telekommunikationsanlagen ist ein aussagekräftiges Betriebs- und Benutzerhandbuch zu erstellen. Es enthält Bedien- und Wartungsanweisungen, Hinweise zur Störungsbeseitigung sowie Sicherheitsvorgaben (z. B. Arbeiten unter Spannung, Brandschutz). Die aktualisierte DIN 18382 fordert, dass bei der Abnahme Übersichtsschaltpläne und Messprotokolle für audiovisuelle und medientechnische Anlagen zur Dokumentation aufgenommen werden; sie ist somit auch bei der Erstellung der Betriebsunterlagen relevant. VDI 6026 betont, dass FM-relevante Unterlagen die Phasen Planen, Ausführen, Betreiben und Rückbau abdecken und den aktuellen Zustand ausweisen müssen. In Verbindung mit DGUV-Vorschriften bildet das Handbuch daher die Grundlage für einen sicheren und regelkonformen Betrieb.
Lebenszykluskostenberechnung – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Lebenszykluskostenberechnung |
| Zweck & Scope | Bewertung der Gesamtkosten über den Nutzungszeitraum |
| Relevante Regelwerke | HOAI – Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung): Zu den besonderen Leistungen zählen detaillierte Betriebskosten- und Lebenszykluskostenberechnungen. |
| Kernelemente | • Investitionskosten |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Entscheidungsgrundlage für Investitionen und Strategien |
Erläuterung:
Die HOAI sieht vor, dass der TGA-Planer im Rahmen der Entwurfsplanung neben Kostenschätzungen eine detaillierte Betriebskostenberechnung, einen Wirtschaftlichkeitsnachweis und die Berechnung der Lebenszykluskosten erstellt. Diese ganzheitliche Betrachtung ermöglicht dem Facility Management eine fundierte wirtschaftliche Bewertung von Telekommunikationsanlagen und unterstützt nachhaltige Investitions-, Betriebs- und Modernisierungsentscheidungen.
Betriebskostenberechnung – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Betriebskostenberechnung |
| Zweck & Scope | Ermittlung laufender Kosten im Betrieb |
| Relevante Regelwerke | HOAI – Im Rahmen der Entwurfs- und Ausführungsplanung werden Abschätzungen von jährlichen Bedarfswerten und Betriebskosten verlangt. |
| Kernelemente | • Energie- und Wartungskosten |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Kostencontrolling und Budgetplanung |
Erläuterung:
Gemäß der HOAI hat der Planer die jährlichen Bedarfswerte und Betriebskosten zu ermitteln und mit der Kostenberechnung abzugleichen. Diese Betriebskostenberechnung dient im FM als operative Grundlage für Budgetierung, Kostenkontrolle und Benchmarking und ermöglicht die Optimierung des Anlagenbetriebs über die gesamte Nutzungsdauer.
Bestandsaufnahme, grafische Darstellung und Neuberechnung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Bestandsdokumentation mit Neuberechnung |
| Zweck & Scope | Erfassung und Bewertung bestehender Telekommunikationsanlagen |
| Relevante Regelwerke | HOAI – Bei der Grundlagenermittlung und Vorplanung sind Bestandsaufnahmen, zeichnerische Darstellungen und Nachrechnungen vorhandener Anlagen vorgesehen. |
| Kernelemente | • Bestandserfassung der Komponenten |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Umbauten, Erweiterungen und Optimierung |
Erläuterung:
Die HOAI verlangt in der Grundlagenermittlung und Vorplanung eine Bestandsaufnahme und zeichnerische Darstellung der vorhandenen Anlagen sowie deren Nachrechnen und Analyse. Diese Dokumentation schafft Transparenz über den Ist-Zustand der Telekommunikationsanlagen. Sie ist entscheidend für Modernisierungen, Erweiterungen und die Ableitung von Optimierungspotenzialen im Lebenszyklus.
Bestandspläne – Sicherheits- und Informationstechnik
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Bestandspläne |
| Zweck & Scope | Räumliche und funktionale Darstellung der installierten Anlagen |
| Relevante Regelwerke | VDI 6026 beschreibt die Inhalte der Planungs-, Ausführungs- und Revisionsunterlagen für die Technische Gebäudeausrüstung und konkretisiert die Dokumentationsanforderungen für das Facility Management. |
| Kernelemente | • Leitungsführungen |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praktische Nutzung | Referenz für Betrieb, Wartung und Störungsbeseitigung |
Erläuterung:
Die VDI-Richtlinie 6026 ordnet die Dokumente der technischen Gebäudeausrüstung und legt fest, welche Unterlagen zwischen Bauherrn, Planern, Ausführenden und Betreibern auszutauschen sind. Sie betont, dass die Richtlinie auf bestehenden Verfahren wie HOAI, VOB und DIN 276 aufbaut und die Inhalte der Planungs-, Ausführungs- und Revisionsunterlagen verbindlich benennt. Bestandspläne mit Leitungsführungen, Gerätestandorten und Systemzuordnungen ermöglichen es dem FM, schnell auf Störungen zu reagieren und Erweiterungen oder Umbauten normgerecht zu planen.
Betriebsanleitungen und Sicherheitshinweise – Elektrische Betriebsmittel
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Hersteller-Betriebsanleitung |
| Zweck & Scope | Sicherer und bestimmungsgemäßer Betrieb |
| Relevante Regelwerke | Richtlinie 2014/35/EU (Niederspannungsrichtlinie) und 1. ProdSV – Hersteller müssen elektrische Betriebsmittel nur in Verkehr bringen, wenn Betriebsanleitung und Sicherheitsinformationen in deutscher Sprache beigefügt sind und alle Kennzeichnungen klar und verständlich sind. |
| Kernelemente | • Sicherheitshinweise |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Betrieb, Unterweisung und Haftung |
Erläuterung:
Die Erste Verordnung zum Produktsicherheitsgesetz (1. ProdSV) dient der Umsetzung der Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU. § 8 verpflichtet Hersteller, dass dem elektrischen Betriebsmittel eine Betriebsanleitung und Sicherheitsinformationen in deutscher Sprache beigefügt sein müssen und dass diese Informationen klar, verständlich und deutlich sind. Dies bildet die rechtliche Grundlage für den sicheren Betrieb elektrischer Anlagen und ist für das Facility Management verbindlich. Ohne die Herstellerunterlagen ist ein ordnungsgemäßer Betrieb nicht möglich und die Haftung des Betreibers erhöht sich.
Gewerkeübergreifende Betriebsanleitung – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Interdisziplinäre Betriebsanleitung |
| Zweck & Scope | Zusammenführung aller gewerkeübergreifenden Betriebsinformationen |
| Relevante Regelwerke | HOAI – Bei der Entwurfs- und Ausführungsplanung sind die Schnittstellen zwischen den TGA-Anlagen zu klären, Funktionsschemata aufzustellen und die Integration in die Objektplanung sicherzustellen. |
| Kernelemente | •Systemzusammenhänge |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Zentrale Betriebsgrundlage im FM |
Erläuterung:
Die HOAI fordert vom TGA-Planer, alle fachspezifischen Anforderungen und Schnittstellen zwischen den technischen Anlagen zu ermitteln, Funktionsschemata zu erstellen und die Integration in die Gesamtplanung sicherzustellen. Eine gewerkeübergreifende Betriebsanleitung konsolidiert diese Informationen, beschreibt Systemzusammenhänge und Wechselwirkungen (z. B. Telekommunikation, Brandmeldetechnik, Stromversorgung) und ermöglicht es dem FM-Team, Anlagen im Zusammenspiel mit anderen Gewerken koordiniert zu betreiben.
Betriebstagebuch
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Betriebstagebuch |
| Zweck & Scope | Laufende Dokumentation des Anlagenbetriebs |
| Relevante Regelwerke | 42. BImSchV – Betreiber müssen zur Überprüfung des ordnungsgemäßen Betriebs ein Betriebstagebuch führen, in das unverzüglich mindestens die vorgeschriebenen Informationen einzustellen sind. |
| Kernelemente | • Betriebszustände |
| Verantwortlich | Betreiber / Facility Management |
| Praktische Nutzung | Revisions- und Nachweisdokument |
Erläuterung:
Die 42. BImSchV verpflichtet Betreiber, zur Überprüfung des ordnungsgemäßen Anlagenbetriebs ein Betriebstagebuch zu führen. Das Tagebuch kann elektronisch geführt werden, muss jederzeit einsehbar und in Klarschrift vorlegbar sein und ist mindestens fünf Jahre aufzubewahren. Es dokumentiert Betriebszustände, Störungen, Wartungen und ergriffene Maßnahmen. Für das Facility Management dient das Betriebstagebuch als fortlaufender Nachweis ordnungsgemäßen Betriebs, als Grundlage für Audits und als Beleg in Haftungsfällen.
Brandschutz- / Brandfall-Steuermatrix
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Brandschutz- und Steuermatrix |
| Zweck & Scope | Definition des Systemverhaltens im Brand- oder Notfall |
| Relevante Regelwerke | VDI 3819 Blatt 3 – Die Richtlinie betont, dass technische Anlagen nur wirksam bleiben, wenn sie regelmäßig inspiziert, gewartet und im Schadensfall instandgesetzt werden und dass das Personal in Brandschutzmaßnahmen einzuweisen ist, um im Brandfall richtig reagieren zu können. |
| Kernelemente | • Steuerbefehle im Brandfall |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA / Brandschutz |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Prüfungen und Notfallbetrieb |
Erläuterung:
Die VDI-Richtlinie 3819 Blatt 3 beschreibt die Verantwortlichkeiten und Pflichten beim Betrieb technischer Gebäudeausrüstungen im Brandfall. Sie weist darauf hin, dass Anlagen regelmäßig inspiziert und gewartet werden müssen und dass das Personal in Brandschutzmaßnahmen einzuweisen ist, damit es im Brand- und Notfall richtig reagieren kann. Eine Brandschutz- bzw. Brandfall-Steuermatrix dokumentiert die vorgesehenen Steuerbefehle für Telekommunikations- und sicherheitstechnische Anlagen (z. B. Abschaltung von Lüftungen, Aktivierung von Sprachalarmierung, Ansteuerung von Notstromversorgung) und dient als Prüfbasis für Sachverständige sowie als Bedienhilfe im Ereignisfall.
Lösungsdarstellungen – Ausführungsplanung (Leistungsphase 5)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Lösungsdarstellung |
| Zweck & Scope | Detaillierte Darstellung der technischen Umsetzung |
| Relevante Regelwerke | HOAI – In der Ausführungsplanung (LPH 5) sind Berechnungen und Bemessungen fortzuschreiben, die Anlagen zeichnerisch im abgestimmten Maßstab darzustellen und die Funktions- und Strangschemata zu aktualisieren. |
| Kernelemente | • Systemlayout |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Ausführung und Betrieb |
Erläuterung:
Die HOAI verlangt für die Leistungsphase 5 (Ausführungsplanung), dass die Ergebnisse der Entwurfs- und Genehmigungsplanung zu einer ausführungsreifen Lösung weiterentwickelt werden. Dies umfasst die Fortschreibung der Berechnungen, die detaillierte zeichnerische Darstellung der Anlagen (z. B. Kabelverläufe, Geräteplatzierung) und die Anpassung der Funktions- und Strangschemata. Die Lösungsdarstellung dient als Grundlage für die Ausführung durch die Errichter und für die spätere Betriebsführung im FM.
Lösungsbeschreibungen – Ausschreibungsergebnis (Leistungsphase 7)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Lösungsbeschreibung |
| Zweck & Scope | Dokumentation der vergebenen technischen Lösung |
| Relevante Regelwerke | HOAI – In den Leistungsphasen 6 und 7 müssen die Vergabeunterlagen erstellt und die Kosten kontrolliert werden; die Unterlagen umfassen Leistungsverzeichnisse und Wartungsleistungen. |
| Kernelemente | • Technische Spezifikation |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Referenz für Abnahme, Gewährleistung und Betrieb |
Erläuterung:
Die HOAI sieht vor, dass der Planer bei der Vergabe der Leistungen die Ausschreibungsunterlagen erstellt, die Angebote prüft und die Kosten kontrolliert. Die Lösungsbeschreibung fasst das Ausschreibungsergebnis zusammen, dokumentiert die tatsächlich vergebenen Komponenten und Systeme und dient dem Facility Management als Nachweis für den vertraglich geschuldeten Systemzustand. Sie ist Grundlage für Abnahmen, Gewährleistungsmanagement und den wirtschaftlichen Betrieb.
Datenerfassung, Analysen und Optimierungsprozesse – Ergebnisse
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Analyse- und Optimierungsdokument |
| Zweck & Scope | Bewertung der Leistungsfähigkeit und Optimierung der Telekommunikationsanlage |
| Relevante Regelwerke | HOAI – Leistungsphasen 6 bis 8: Ermitteln der Kosten, Mitwirkung bei der Vergabe, Objektüberwachung |
| Kernelemente | • Erhobene Betriebs- und Leistungsdaten |
| Verantwortlich | Technischer Planer oder Facility Management |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Leistungsverbesserung und Anpassungen |
Erläuterung:
Dieses Dokument fasst die systematische Auswertung von Betriebs- und Messdaten zusammen und dient dem Facility Management als Entscheidungsgrundlage für Optimierungen, Erweiterungen oder Anpassungen der Telekommunikationsinfrastruktur. Die HOAI ordnet dem Fachplaner im Zuge der Leistungsphasen 6 bis 8 die Kostenkontrolle, Mitwirkung bei der Vergabe sowie die Objektüberwachung zu, wozu auch die Bewertung der Leistungsfähigkeit der Anlagen gehört. Durch eine strukturierte Analyse können Engpässe erkannt, Kapazitäten angepasst und die technische Verfügbarkeit verbessert werden.
Datenpunkt- und Funktionsliste – Montageplanung (LPH 7+)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Datenpunkt-/Funktionsliste |
| Zweck & Scope | Definition aller Datenpunkte, Signale und Funktionen |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382 (VOB/C ATV) für Kommunikations- und Übertragungsnetze; VDI 3814 |
| Kernelemente | • Signalarten und Bezeichnungen |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Montage, Inbetriebnahme und Tests |
Erläuterung:
Die Datenpunkt- und Funktionsliste wird während der Leistungsphase 7 erstellt und beschreibt alle digitalen und analogen Ein- und Ausgänge, Funktionen und Schnittstellen der Telekommunikationsanlage. Nach DIN 18382 gelten die Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen für elektrische Anlagen bis 20 kV, einschließlich Kommunikations- und Übertragungsnetze. VDI 3814 fordert für Gebäudeautomation eine Datenpunktliste und Funktionsbeschreibung. Diese Dokumentation ermöglicht dem Facility Management die Systemüberwachung, Störungsanalyse und die Koordination zwischen Gewerken.
Datenpunkt- und Funktionsliste – Ausführungsstand (LPH 8)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Revisions-Datenpunktliste |
| Zweck & Scope | Abbildung des tatsächlich ausgeführten Funktionsumfangs |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382 (VOB/C ATV) |
| Kernelemente | • Endgültige Datenpunkte |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praktische Nutzung | Referenz für Betrieb, Wartung und Erweiterungen |
Erläuterung:
Nach der Bauausführung muss der Installateur eine aktualisierte Datenpunktliste erstellen, die alle Abweichungen gegenüber der Planung dokumentiert. Diese Revisionsliste dient als verbindliche Funktionsgrundlage des laufenden Betriebs. Sie erleichtert die Instandhaltung, das Störungsmanagement und die spätere Erweiterung oder Erneuerung der Anlage.
Instandhaltungsunterlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Instandhaltungsdokumente |
| Zweck & Scope | Organisation und Nachweis der Wartung |
| Relevante Regelwerke | DIN EN 13460 – Dokumentation der Instandhaltung: Erstellung von Dokumenten, die den Käufer befähigen, die Anlage instand zu halten |
| Kernelemente | • Wartungs- und Prüfvorschriften |
| Verantwortlich | Facility Management und beauftragte Dienstleister |
| Praktische Nutzung | Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit |
Erläuterung:
DIN EN 13460 beschreibt die Anforderungen an die Instandhaltungsdokumentation. Laut der CAFM-Wiki muss diese Dokumentation während der Vorbereitungsphase der Lebensdauer erstellt werden und ermöglicht dem Nutzer eine ordnungsgemäße Wartung und Bedienung. Dazu zählen Wartungspläne, Prüfergebnisse und Nachweise über durchgeführte Inspektionen. Für das Facility Management sind diese Unterlagen essenziell, um die rechtliche Betreiberverantwortung zu erfüllen und die Lebensdauer der Telekommunikationsanlage zu verlängern.
Dokumentation von Dämm- und Brandschutzarbeiten (TGA)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Ausführungs- und Brandschutzdokumentation |
| Zweck & Scope | Nachweis fachgerechter Dämm- und Brandschutzmaßnahmen an Leitungen und Durchführungen |
| Relevante Regelwerke | DIN 18421 (VOB/C ATV) – Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen |
| Kernelemente | • Verwendete Materialien |
| Verantwortlich | Auftragnehmer (Isolier-/Brandschutzunternehmen) |
| Praktische Nutzung | Nachweis gegenüber Brandschutz- und Bauaufsichtsbehörden |
Erläuterung:
Die ATV DIN 18421 enthält vertragliche Bestimmungen für Dämm- und Brandschutzarbeiten an Produktions- und Verteilungsanlagen sowie an Abdeckungen von Durchführungen. Telekommunikationsleitungen durchdringen häufig brandschutzrelevante Bauteile; deshalb ist eine ordnungsgemäße Dokumentation der eingesetzten Materialien, Brandschutzabschottungen und Montagen erforderlich. Diese Unterlagen bilden die Grundlage für Nachweise gegenüber Bauaufsicht und Versicherungen.
Bautagebuch – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Bautagebuch |
| Zweck & Scope | Fortlaufende Dokumentation des Bauablaufs |
| Relevante Regelwerke | HOAI – Leistungsphase 8: Objektüberwachung; Dokumentationspflichten; Bauverfahrensrecht (BaustellV, HGB) |
| Kernelemente | • Tägliche Eintragungen zu Wetter, Personal, Maschinen, Materialien |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA / Bauleiter |
| Praktische Nutzung | Beweissicherung bei Mängeln und Streitfällen, Informationstransparenz |
Erläuterung:
Ein Bautagebuch ist ein tägliches Dokument, das alle Ereignisse auf der Baustelle erfasst. Laut einer fachlichen Darstellung dient es der Information aller Beteiligten und der Transparenz. Es muss Angaben zu eingesetzten Personen, Maschinen, Materialien, Baufortschritt und Witterung enthalten. Gesetzliche Vorschriften wie die Baustellenverordnung (§ 16), das Handelsgesetzbuch (§ 257 HGB) und die Umsatzsteuerordnung (§ 14b UStG) schreiben eine mindestens fünfjährige Aufbewahrung des Bautagebuchs vor. Für das Facility Management liefert es wichtige Informationen bei Gewährleistungs- und Haftungsfragen.
Vergabedokumentation – Telekommunikationsanlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Vergabedokumentation |
| Zweck & Scope | Nachweis eines ordnungsgemäßen Vergabeverfahrens |
| Relevante Regelwerke | VgV, VOB/A, UVgO, HOAI; Transparenz- und Dokumentationspflichten nach § 8 VgV |
| Kernelemente | • Beschreibung des Vergabeverfahrens und der Entscheidungswege |
| Verantwortlich | Öffentlicher Auftraggeber / Fachplaner TGA |
| Praktische Nutzung | Revisions- und Rechtssicherheit; Transparenz für Bieter und Kontrollinstanzen |
Erläuterung:
Öffentliche Auftraggeber müssen den gesamten Vergabeprozess vollständig dokumentieren, damit Bieter und Kontrollbehörden die Handlungen und Entscheidungen nachvollziehen können. Die Vergabedokumentation beginnt vor der Bekanntmachung und umfasst alle wesentlichen Entscheidungen und Schritte, einschließlich der Prüf- und Wertungsmethoden. Für das Facility Management ist diese Dokumentation wichtig, um die Rechtssicherheit der Verträge zu gewährleisten und spätere Haftungsfragen zu vermeiden.
Eignungsnachweise der Bieter
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Eignungsnachweis |
| Zweck & Scope | Nachweis der fachlichen, technischen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Bieter |
| Relevante Regelwerke | VOB/A § 6a (2019) – Anforderungen an den Nachweis von Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit |
| Kernelemente | • Referenzen über vergleichbare Leistungen |
| Verantwortlich | Bieter |
| Praktische Nutzung | Sicherstellung der fachgerechten Ausführung und Minimierung von Ausfallrisiken |
Erläuterung:
Gemäß § 6a VOB/A müssen Bieter ihre Eignung durch wirtschaftliche Kennzahlen, Referenzen, Personalstärke und Eintrag in entsprechende Register nachweisen. Diese Nachweise ermöglichen es dem Auftraggeber, die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Anbieter zu beurteilen. Im Facility Management sind sie wichtig, um die technische Qualität der Telekommunikationsanlage sicherzustellen.
Mengenermittlung – Ergebnisse
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Mengenermittlung |
| Zweck & Scope | Ermittlung der abrechnungsrelevanten Mengen |
| Relevante Regelwerke | HOAI – Ermittlung der Mengen im Rahmen der Leistungsphase 5; REB-Richtlinien für elektronische Abrechnung |
| Kernelemente | • Leitungs- und Komponentenlängen |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Kostenkontrolle und Abrechnung |
Erläuterung:
Die Mengenermittlung ermittelt die Soll-Mengen der Leitungen, Kabelkanäle und Komponenten für die Ausschreibung und spätere Abrechnung. Nach HOAI müssen die Mengen im Zuge der Planung (LPH 5) ermittelt werden; es bestehen keine zwingenden Methoden, die Verantwortung liegt beim Planer. Während der Ausführung sind die Ist-Mengen durch Aufmaß zu bestimmen und nach VOB/C abzurechnen. Eine präzise Mengenermittlung ermöglicht eine genaue Kostenplanung und verhindert Nachtragsforderungen.
Installateurerklärung – Telekommunikationsanlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Installateurerklärung / Abnahmeprotokoll |
| Zweck & Scope | Bestätigung der normgerechten Ausführung und Messprotokolle der Telekommunikationsanlage |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382 (VOB/C ATV) für Kommunikations- und Übertragungsnetze; EN 50173-1 – Messungen von Datenverkabelungen; Anforderungen an Mess- und Prüfprotokolle nach VOB/C und VDE |
| Kernelemente | • Bestätigung der normgerechten Installation |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praktische Nutzung | Voraussetzung für Abnahme und Inbetriebnahme; Grundlage für Gewährleistungsfristen und Haftung |
Erläuterung:
Die Installateurerklärung ist ein zentrales Abnahme- und Haftungsdokument. Der Auftragnehmer muss nach Abschluss der Arbeiten eine betriebsbereite, funktionsfähige Anlage übergeben und sämtliche Soll-Leistungsdaten durch Messungen nachweisen. Wie in den technischen Vorbemerkungen eines Musterleistungsverzeichnisses beschrieben, sind bei der Inbetriebnahme die Leistungsdaten der Anlagen zu messen und zu protokollieren; die Abnahmebereitschaft gilt erst, wenn die Anlage mängelfrei ist, den anerkannten Regeln der Technik entspricht, TÜV-Abnahmen vorliegen, die vollständigen Revisionsunterlagen mit Bestandsplänen vorliegen und die Messprotokolle fertiggestellt sind. Messungen umfassen beispielsweise Erdungs- und Isolationswiderstände sowie Parameter der Datenverkabelung. Diese Erklärung dient als Nachweis gegenüber Bauherrn, Behörden und Versicherern und bildet die Grundlage für Gewährleistung und Betreiberhaftung.
Funktionsdiagramm (Prinzipschaltbild) – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Funktionsdiagramm / Prinzipschaltbild |
| Zweck & Scope | Darstellung des grundsätzlichen System- und Funktionskonzepts in der Vorplanung. Für jede Anlage ist nach den AMEV-Hinweisen ein Funktionsschema bzw. Prinzipschaltbild zu erstellen. |
| Relevante Regelwerke | HOAI LPH 2; VDI 6026; AMEV-Empfehlung GA 2023. |
| Kernelemente | • Systemgrenzen und Hauptfunktionen |
| Verantwortlich | Technischer Planer (TGA-Fachplaner). |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Entscheidungen zur Systemstruktur, Kostenschätzung und Abstimmung mit Betreiber und Nutzern. Sie ermöglicht dem FM eine frühe Bewertung der Systemlogik, der Betriebsanforderungen und des späteren Wartungsaufwands. |
Erläuterung:
Das Funktionsdiagramm (Prinzipschaltbild) bildet den Soll-Zustand des geplanten Telekommunikationssystems ab. Es definiert die wesentlichen Komponenten und ihre Verbindungen und legt damit den Grundstein für die spätere Detailplanung. Nach den AMEV-Hinweisen zur Gebäudeautomation ist das Aufstellen eines solchen Schemas eine Grundleistung der Vorplanung. Für das Facility Management ist das Dokument eine wichtige Referenz für spätere Wartungs- und Prüfkonzepte.
Funktions- und Strangschema – Entwurfsplanung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Funktions- und Strangschema |
| Zweck & Scope | Konkretisierung der Funktionszusammenhänge und Strukturen des Systems. In der Entwurfsplanung werden Funktions- und Strangschemata weiterentwickelt und detailliert, wobei alle Anlagen mit technischen Daten aufgelistet werden. |
| Relevante Regelwerke | HOAI LPH 3; VDI 6026; AMEV-GA 2023. |
| Kernelemente | • Strang- und Zonenbildung (z. B. Etagen, Bereiche) |
| Verantwortlich | Technischer Planer (TGA-Fachplaner). |
| Praktische Nutzung | Grundlage für die weitere Abstimmung, Genehmigung und Kostenberechnung. Für das FM stellt dieses Schema eine frühe Referenz für spätere Betriebs-, Prüf- und Instandhaltungskonzepte dar. |
Erläuterung:
In der Entwurfsplanung werden die in LPH 2 entwickelten Prinzipschaltbilder zu Funktions- und Strangschemata fortgeschrieben. Die AMEV-Empfehlung fordert das Fortschreiben und Detaillieren dieser Schemata sowie die Auflistung aller Anlagen mit technischen Daten. Diese Pläne legen die Struktur der Leitungswege fest, zeigen Funktionsketten und Systemabhängigkeiten und bilden die Basis für die integrale Planung mit anderen Gewerken.
Funktions- und Strangschema – Ausführungsplanung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Funktions- und Strangschema (ausführungsreif) |
| Zweck & Scope | Ausführungsreife Darstellung des Systems. In dieser Phase werden Funktions- und Strangschemata in den maßstäblichen Ausführungsplänen fortgeschrieben, mit Angaben maßbestimmender Dimensionen versehen und alle Anlagen mit Kennzeichnungen aufgeführt. |
| Relevante Regelwerke | HOAI LPH 5; VDI 6026; VOB/C; AMEV-GA 2023. |
| Kernelemente | • Eindeutige Geräte- und Leitungszuordnung mit Kennzeichnungsblöcken |
| Verantwortlich | Technischer Planer (TGA-Fachplaner). |
| Praktische Nutzung | Referenz für Montage, Prüfung und Betrieb. Dieses Schema bildet den „As-Built“-Zustand ab und dient dem FM im Alltag als Basis für Wartung und Störungsmanagement. |
Erläuterung:
Nach HOAI LPH 5 müssen Planer die Strang- und Funktionsschemata für die Ausführung vollständig ausarbeiten. Die AMEV-Empfehlung nennt explizit das Fortschreiben und Detaillieren der Funktions- und Strangschemata sowie das Auflisten aller Anlagen mit technischen Daten. Diese Unterlagen gewährleisten, dass Montagefirmen genaue Vorgaben erhalten und dass der Betreiber später die Anlage nachvollziehen kann.
Funktions- und Strangschema – Ausschreibungsergebnis
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Funktions- und Strangschema (LPH 7) |
| Zweck & Scope | Abgleich zwischen Planung und der in der Ausschreibung vertraglich vergebenen Leistung. |
| Relevante Regelwerke | HOAI; DIN 18379 (Datenübertragungsanlagen); DIN 18381 (Heizung/Kälte) für parallele Gewerke; DIN 18382 (Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnische Anlagen). |
| Kernelemente | • Finaler Leistungsumfang |
| Verantwortlich | Technischer Planer (TGA) in Abstimmung mit dem Bauherrn. |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Vertragsgestaltung, Abnahme und Gewährleistung. Das Dokument stellt den vertraglich geschuldeten Soll-Zustand dar und ist maßgeblich für das Facility Management bei der Abnahme und im späteren Betrieb. |
Erläuterung:
Das Ausschreibungsschema dokumentiert, welche Leistung beauftragt wurde und welche Anpassungen gegenüber der Planung vorgenommen wurden. Es dient als Rechtsgrundlage im Vertrag; entsprechend sollten die Dokumentationspflichten aus der VOB/C (z. B. DIN 18382 für Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnische Anlagen) aufgenommen werden. Für das Facility Management ist es wichtig zu prüfen, ob alle geforderten Unterlagen vertraglich vereinbart sind, um später vollständige Bestandsdokumente zu erhalten.
Funktionsbeschreibung – Elektrische Systeme
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Funktionsbeschreibung |
| Zweck & Scope | Beschreibung des tatsächlich ausgeführten Anlagenverhaltens („Wie-gebaut“). Die Funktionsbeschreibung erläutert Betriebs- und Störfallfunktionen sowie Systemreaktionen. |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382 (VOB/C – Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnische Anlagen); VDI 6026; VDI 3814 (Gebäudeautomation). |
| Kernelemente | • Beschreibung der Betriebsfunktionen und der Reaktionen bei Störungen |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur. |
| Praktische Nutzung | Grundlage für die Einweisung des Betreibers, den sicheren Betrieb und für spätere Prüfungen. |
Erläuterung:
Das VOB-C-Regelwerk (ATV DIN 18382) verpflichtet den Auftragnehmer, eine Funktionsbeschreibung zu erstellen. Diese beschreibt, wie die installierte Anlage im Betriebs- und Störfall reagiert. VDI 6026 bezeichnet diese Unterlage als Bestandteil der Revisionsdokumentation: Sie dokumentiert den tatsächlich eingebauten Zustand und wird dem Betreiber bei der Übergabe übergeben. Für das Facility Management bildet sie die Basis für eine fachgerechte Einweisung und ermöglicht das Erkennen von Wechselwirkungen zwischen Systemen.
Gebrauchsanleitung – Produkte
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Gebrauchsanleitung (Bedienungs- und Wartungsanleitung) |
| Zweck & Scope | Sicherer und bestimmungsgemäßer Betrieb eines Produkts. Das Produktsicherheitsgesetz verlangt bei Produkten, deren Sicherheit von der richtigen Verwendung, Ergänzung oder Instandhaltung abhängt, eine deutschsprachige Gebrauchsanleitung. |
| Relevante Regelwerke | Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) § 3 Abs. 4. |
| Kernelemente | • Sicherheitshinweise und Warnungen |
| Verantwortlich | Hersteller / Inverkehrbringer des Produkts. |
| Praktische Nutzung | Unterweisung der Bediener, Haftungs- und Sicherheitsnachweis. Die Anleitungen sind integraler Bestandteil der Betreiberdokumentation und müssen im FM vorgehalten werden, damit Beschäftigte die Systeme gefahrlos nutzen können. |
Erläuterung:
§ 3 ProdSG schreibt vor, dass bei Produkten, für deren sicheren Gebrauch besondere Regeln zu beachten sind, eine deutschsprachige Gebrauchsanleitung mitzuliefern ist. Für Telekommunikationsanlagen und ihre Komponenten (z. B. aktive Netzwerkgeräte, Kommunikationsserver) ist deshalb sicherzustellen, dass die Bedien- und Wartungsanweisungen vollständig vorhanden sind und im FM zentral abgelegt werden.
Gewerke- / Schnittstellenmatrix
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Schnittstellenmatrix / Gewerkebeziehungs- bzw. Schnittstellenmatrix |
| Zweck & Scope | Klärung technischer und organisatorischer Schnittstellen zwischen verschiedenen Gewerken. Die Gewerkebeziehungsmatrix ist eine visuelle Veranschaulichung der funktionalen Abhängigkeiten verschiedener Systeme. |
| Relevante Regelwerke | VDI 6039 – Inbetriebnahmemanagement für Gebäude. |
| Kernelemente | • Abgrenzung der Verantwortlichkeiten zwischen Gewerken |
| Verantwortlich | Technischer Planer (TGA) in Abstimmung mit Bauherr, Betreiber und ausführenden Gewerken. |
| Praktische Nutzung | Vermeidung von Zuständigkeitskonflikten. Die Matrix dient als Werkzeug zur Steuerung der Inbetriebnahme und zum Festlegen der Verantwortungsbereiche im Betrieb. |
Erläuterung:
Die VDI 6039 definiert das Inbetriebnahmemanagement für Gebäude und sieht die Gewerkebeziehungsmatrix als zentrales Werkzeug. Sie stellt die Abhängigkeiten verschiedener Systeme zueinander dar und hilft, Schnittstellen zu koordinieren. Für das Facility Management ist die Matrix unverzichtbar, um Störungen auf die zuständigen Gewerke zuzuordnen und Gewährleistungspflichten abzugrenzen.
Instandhaltungsplan – Telekommunikationsanlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Instandhaltungsplan |
| Zweck & Scope | Planung von Wartungs-, Inspektions- und Prüfmaßnahmen über den gesamten Lebenszyklus. Instandhaltung ist nach DIN EN 13306 die Kombination technischer, administrativer und managementbezogener Maßnahmen, um den funktionsfähigen Zustand einer Anlage zu erhalten oder wiederherzustellen. |
| Relevante Regelwerke | DIN EN 13306 (Begriffe der Instandhaltung); DIN EN 15331 (Kriterien für Entwicklung, Leitung und Überwachung von Instandhaltungsleistungen); DIN EN 13460 (Dokumente für die Instandhaltung). |
| Kernelemente | • Wartungsintervalle und Prüffristen |
| Verantwortlich | Instandhaltungsingenieur bzw. Betreiber (FM). |
| Praktische Nutzung | Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit, Verlängerung der Lebensdauer, Planung von Ressourcen und Budgets. |
Erläuterung:
Die Norm DIN EN 13306 definiert Instandhaltung als Kombination aller technischen, administrativen und managementbezogenen Maßnahmen zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Funktion. Ein Instandhaltungsplan setzt diese Vorgaben in konkrete Maßnahmen um: Er legt fest, wann und wie häufig Wartungen durchgeführt werden, welche Komponenten zu prüfen sind und wie Prüfungen zu dokumentieren sind. Für Telekommunikationsanlagen umfasst der Plan beispielsweise die Überprüfung von Patchfeldern, aktiven Netzwerkkomponenten, Notstromversorgung und Alarmierungseinrichtungen. Er berücksichtigt auch Herstellerangaben und rechtliche Vorgaben (z. B. Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3 für Elektroanlagen).
Instandhaltungsplan – Elektrische Systeme (VOB/C)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Instandhaltungsplan (elektrotechnische Anlagen) |
| Zweck & Scope | Hersteller- und ausführungsbezogene Wartungsvorgaben für Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnische Anlagen. |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382 (VOB/C ATV – Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnische Anlagen); DGUV Vorschrift 3 (Prüfung elektrischer Anlagen); DIN VDE 0105-100 (Betrieb elektrischer Anlagen). |
| Kernelemente | • Bauteilspezifische Wartungen (z. B. USV-Batterien, Schaltgeräte) |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur (für erste Erstellung) in Abstimmung mit dem FM; danach FM-Instandhaltungsingenieur. |
| Praktische Nutzung | Ergänzung des FM-Instandhaltungsplans. Er sorgt für die Erfüllung gesetzlicher Prüfvorschriften und unterstützt die Erhaltung der elektrischen Sicherheit. |
Erläuterung:
Die VOB/C-Norm DIN 18382 verpflichtet den Auftragnehmer, für elektrische Systeme eine Instandhaltungs- und Prüfplanung vorzusehen. Diese enthält spezifische Wartungsanweisungen für die einzelnen Bauteile sowie Hinweise zu Prüfarten und Fristen. Zusammen mit den Vorgaben der DGUV Vorschrift 3 und der VDE-Vorschriften bildet sie die Grundlage für einen elektrospezifischen Instandhaltungsplan. Das Facility Management integriert diese Informationen in den Gesamt-Instandhaltungsplan, damit alle gesetzlichen und herstellerseitigen Anforderungen erfüllt werden.
Wartungsberichte
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Wartungsbericht |
| Zweck & Scope | Nachweis der durchgeführten Wartungs- und Prüfmaßnahmen. |
| Relevante Regelwerke | DIN EN 13306; VOB/C; ggf. besondere Vorschriften (z. B. Betreiberpflichten nach BetrSichV). |
| Kernelemente | • Angaben zu ausgeführten Arbeiten und überprüften Komponenten |
| Verantwortlich | Instandhaltungsingenieur und ausführender Dienstleister. |
| Praktische Nutzung | Die Wartungsberichte dienen als Revisions- und Haftungsnachweis. Sie dokumentieren lückenlos, dass die Wartungspflichten erfüllt wurden und stellen eine Anlagengeräteliste mit Wartungshistorie bereit. Im Streit- oder Schadensfall können so die erbrachten Leistungen nachvollzogen werden. |
Erläuterung:
Das Leistungsverzeichnis eines Wartungsvertrags fordert eine lückenlose Dokumentation aller durchgeführten Wartungs- und Prüfarbeiten. Der Wartungsplan schreibt vor, dass nach jedem Serviceeinsatz ein ausführlicher Wartungsbericht zu erstellen ist; darin sind die ausgeführten Arbeiten, die überprüften Komponenten, festgestellte Mängel und empfohlene Maßnahmen festzuhalten. Die Berichte werden vom Auftragnehmer und vom Auftraggeber unterschrieben und bilden zusammen mit Protokollen und Prüfberichten eine zentrale Nachweisgrundlage. Für das Facility Management sind sie unentbehrlich, um Wartungshistorien zu führen, Gewährleistungsansprüche geltend zu machen und die Betreiberverantwortung zu erfüllen.
Aufgabenklärung – Ergebnisse der technischen Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Aufgabenklärungsdokument |
| Zweck & Scope | Definition der Anforderungen und Rahmenbedingungen für Telekommunikationsanlagen als Teil der technischen Ausrüstung |
| Relevante Regelwerke | HOAI § 55 (Leistungsphase 1) |
| Kernelemente | • Nutzer- und Betriebsanforderungen (z. B. Verfügbarkeit, Redundanz) |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA (Telekommunikationsplaner) |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Planung, Kostenschätzung und Betriebskonzept |
Erläuterung:
In der Leistungsphase 1 der HOAI wird die Aufgabenstellung für die technische Ausrüstung geklärt. Dazu gehören das Sammeln von Nutzeranforderungen, das Festlegen von Schnittstellen sowie die Definition von Schutz- und Verfügbarkeitszielen. Diese Dokumentation bildet den verbindlichen Rahmen für die folgende Vorplanung und dient dem Facility Management als Referenz für die Erstellung von Betriebskonzepten.
Kostenschätzung – Ergebnisse der technischen Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Kostenschätzung |
| Zweck & Scope | Erste überschlägige Kostenbewertung der Telekommunikationsanlage |
| Relevante Regelwerke | HOAI Leistungsphase 2; DIN 276 – Kostengruppe 400 |
| Kernelemente | • Grobe Kostengliederung nach DIN 276 |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Budgetrahmen und Variantenvergleich für den Auftraggeber |
Erläuterung:
Im Rahmen der Vorplanung nach HOAI werden die Grundlagen analysiert und ein Planungskonzept entwickelt; hierzu gehört die Kostenschätzung. Sie liefert eine überschlägige Einordnung der voraussichtlichen Kosten und dient dem Bauherrn als Entscheidungshilfe für Varianten. Der Kostenrahmen muss in einem frühen Planungsstadium festgelegt und durch die Kostenschätzung bestätigt werden. Im Facility Management bildet die Kostenschätzung den Ausgangspunkt für Wirtschaftlichkeitsanalysen.
Kostenberechnung – Ergebnisse der technischen Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Kostenberechnung |
| Zweck & Scope | Detaillierte Ermittlung der zu erwartenden Kosten auf Basis der Entwurfsplanung |
| Relevante Regelwerke | HOAI Leistungsphase 3; DIN 276 Abschnitt 3.4; HOAI § 6 |
| Kernelemente | • Mengen- und Einheitspreise |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Finanzierungs- und Freigabegrundlage; Basis der Honorarermittlung |
Erläuterung:
Die Kostenberechnung ist Bestandteil der Entwurfsplanung. Sie ermittelt die Kosten auf Grundlage der durchgearbeiteten Entwurfszeichnungen. Laut Merkblatt der Bayerischen Architektenkammer muss die Kostenberechnung mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt werden, weil sie die Honorargrundlage für alle Leistungsphasen bildet. Sie liefert Informationen zur Kostenentwicklung zwischen Kostenschätzung und Kostenfeststellung. Für das Facility Management ermöglicht sie eine fundierte Finanzierungsplanung und bildet die Basis für spätere Wirtschaftlichkeitsberechnungen.
Kostenfeststellung – Ergebnisse der technischen Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Kostenfeststellung |
| Zweck & Scope | Dokumentation der tatsächlich entstandenen Kosten nach DIN 276 |
| Relevante Regelwerke | HOAI Leistungsphase 8; DIN 276 Abschnitt 4.3 |
| Kernelemente | • Abgerechnete Leistungen (Schlussrechnungen, Aufmaß) |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA / Objektüberwachung |
| Praktische Nutzung | Kostenkontrolle, Nachkalkulation und Bildung von Kennwerten |
Erläuterung:
Die Kostenfeststellung wird im Zuge der Objektüberwachung (HOAI Leistungsphase 8) erstellt. Sie hält die tatsächlich entstandenen Kosten nach der Kostengliederung der DIN 276 fest und berücksichtigt geprüfte Abrechnungsbelege, Eigenleistungen und Abrechnungszeichnungen. Die Gesamtkosten sind bis zur dritten Ebene zu gliedern. Abweichungen zur Kostenberechnung können sich beispielsweise durch Mengenänderungen oder Nachträge ergeben. Für das Facility Management liefert die Kostenfeststellung eine transparente Basis zur Bewertung der Investition und ermöglicht den Vergleich mit zukünftigen Projekten.
Anlagen-/Inventarliste – Telekommunikationsanlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Inventarliste |
| Zweck & Scope | Vollständige Erfassung aller Komponenten der Telekommunikationsanlage |
| Relevante Regelwerke | DIN EN 13306 – Begriffe der Instandhaltung; DIN 31051; DIN 276 Kostengruppe 450 |
| Kernelemente | • Komponenten, Standorte, Typen |
| Verantwortlich | Betreiber / Facility Management |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Wartungsplanung, Ersatzteilhaltung und Prüfungen |
Erläuterung:
DIN EN 13306 definiert Instandhaltung als Kombination aus technischen, administrativen und Managementmaßnahmen, die dem Erhalt oder der Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit dienen. Um diese Maßnahmen effizient planen zu können, benötigt das Facility Management eine vollständige Inventarliste, die sämtliche Komponenten der Telekommunikationsanlage mit Standort, technischen Daten und Inbetriebnahmedatum enthält. Diese Liste bildet den zentralen Bestandsnachweis und ist Voraussetzung für eine strukturierte Instandhaltungsorganisation.
Wartungsplan / Wartungskalender
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Wartungsplan / Wartungskalender |
| Zweck & Scope | Terminliche Organisation der Instandhaltungs- und Prüftätigkeiten |
| Relevante Regelwerke | DIN EN 13306 und DIN 31051 (Wartung, Inspektion, Instandsetzung); Betreiberpflichten aus Bau- und Betriebsvorschriften |
| Kernelemente | • Wartungs- und Prüffristen (vorbeugende und korrektive Maßnahmen) |
| Verantwortlich | Instandhaltungsingenieur / Facility Management |
| Praktische Nutzung | Operatives Steuerungsinstrument zur Sicherstellung der Betreiberpflichten |
Erläuterung:
DIN EN 13306 unterscheidet zwischen Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung. Der Wartungsplan fasst diese präventiven und reaktiven Maßnahmen zusammen und legt Termine, Verantwortliche und Prüfinhalte fest. Laut GEFMA-Empfehlungen sollten alle relevanten Anlagen in einer Wartungsliste erfasst werden und in ein CAFM-System integriert werden, das den Verantwortlichen die Fristen meldet und die gesetzlichen Grundlagen hinterlegt. Der Wartungsplan sichert die fristgerechte Durchführung von Wartungs- und Prüfarbeiten und unterstützt das Facility Management bei der rechtssicheren Erfüllung seiner Betreiberpflichten.
Leistungs- und Funktionsprüfungen – Ergebnisse
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Prüf- und Messprotokolle |
| Zweck & Scope | Nachweis der technischen Funktionsfähigkeit der Telekommunikationsanlage nach Fertigstellung |
| Relevante Regelwerke | HOAI Leistungsphase 8; VDE- und EN-Normen für Telekommunikationsanlagen |
| Kernelemente | • Messergebnisse (Signalstärke, Übertragungsraten) |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA / Fachbauleiter |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Abnahme, Gewährleistungsfristen und Qualitätssicherung |
Erläuterung:
In der Objektüberwachungsphase der HOAI (Leistungsphase 8) werden Leistungsmessungen und Funktionsprüfungen durchgeführt. Nach dem HOAI-Leistungsbild gehört das Mitwirken bei Leistungs- und Funktionsprüfungen sowie die fachtechnische Abnahme der Leistungen zu den Grundleistungen. Die Prüf- und Messprotokolle dokumentieren die ordnungsgemäße Funktion der Telekommunikationsanlagen, etwa die Einhaltung der Übertragungsraten oder die ordnungsgemäße Anbindung an die Notstromversorgung. Sie dienen als Abnahme- und Gewährleistungsnachweis und bilden die Basis für spätere Optimierungen.
Objektbegehungs- / Objektprüfbericht – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Objektprüfbericht |
| Zweck & Scope | Bewertung des Anlagenzustands durch eine Vor-Ort-Begehung |
| Relevante Regelwerke | HOAI Leistungsphase 8; Betreiberpflichten aus Arbeitsschutz- und Betriebssicherheitsverordnungen |
| Kernelemente | • Feststellungen zum Zustand der Telekommunikationsanlage |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA / Sachverständiger |
| Praktische Nutzung | Entscheidungsgrundlage für Instandsetzung oder Modernisierung |
Erläuterung:
Der Objektprüfbericht wird im Rahmen der Abnahme und der regelmäßigen Betreiberbegehungen erstellt. Nach HOAI umfasst die Leistungsphase 8 das Prüfen der ausführenden Unternehmen, die fachtechnische Abnahme und das Feststellen von Mängeln. Das Facility Management nutzt den Bericht zur Bewertung des Ist-Zustandes, zur Priorisierung von Instandsetzungs- oder Optimierungsmaßnahmen und zur Dokumentation gegenüber Behörden und Versicherern.
Anschluss- und Aufstellpläne für Geräte und Maschinen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Anschluss- und Aufstellpläne |
| Zweck & Scope | Darstellung der Versorgungs- und Anschlusssituation der Telekommunikationsanlagen |
| Relevante Regelwerke | HOAI Leistungsphase 5 (Ausführungsplanung); DIN-/EN-Normen für Anschlüsse (z. B. DIN VDE 0800-1) |
| Kernelemente | • Medien- und Datenanschlüsse (Stromversorgung, Netzwerk, Notstrom) |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Installation, Betrieb und spätere Umbauten |
Erläuterung:
In der Ausführungsplanung werden Anschluss- und Aufstellpläne erstellt. Sie veranschaulichen, wie die Telekommunikationsanlagen mit Strom-, Daten- und Notstromnetzen verbunden werden und wo die Geräte aufgestellt werden dürfen. Für das Facility Management stellen diese Pläne eine wesentliche Grundlage dar, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten und spätere Umbauten normgerecht planen zu können.
Nachweise Bauphysik und Statik – Dämm- und Brandschutzarbeiten TGA
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Bauphysikalische und statische Nachweise |
| Zweck & Scope | Nachweis der normgerechten Ausführung von Dämm- und Brandschutzarbeiten an Telekommunikationsanlagen |
| Relevante Regelwerke | ATV DIN 18421 „Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen“; DIN 4140 (Wärmedämmung an betriebstechnischen Anlagen) |
| Kernelemente | • Verwendete Materialien und Dämmstoffdicken (nach DIN 4140) |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Fachfirma für Dämm- und Brandschutz |
| Praktische Nutzung | Nachweis gegenüber Bau- und Brandschutzbehörden; Grundlage für Betreiber-Gefährdungsbeurteilungen |
Erläuterung:
Die ATV DIN 18421 legt die technischen Vertragsbedingungen für Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen fest. Sie definiert Anforderungen an Baustoffe, Ausführung, Haupt- und Nebenleistungen sowie Abrechnung. Die Norm gilt für Dämm- und Brandschutzarbeiten an Produktions- und Verteilungsanlagen der technischen Gebäudeausrüstung, darunter Apparate, Rohrleitungen, raumlufttechnische Anlagen sowie brandschutzrelevante Abschottungen. Für Telekommunikationsanlagen sind insbesondere Kabeldurchführungen in Wänden und Decken brandschutztechnisch relevant. Die Nachweisdokumentation muss Materialien, Dämmkonzepte und Abschottungslösungen enthalten, um die Einhaltung der bauphysikalischen und brandschutzrechtlichen Anforderungen zu belegen.
Planungskonzept – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Planungskonzept |
| Zweck & Scope | Beschreibung des übergeordneten technischen und organisatorischen Konzepts der Telekommunikationsanlage |
| Relevante Regelwerke | HOAI (Leistungsphase 2–4, Entwurfs- und Genehmigungsplanung) |
| Kernelemente | • Systemarchitektur und Topologie |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA (Fachplaner für Telekommunikations- und Informationstechnik) |
| Praktische Nutzung | Leitdokument für Entwurf, Ausführung und späteren Betrieb; dient dem FM als Referenz für Betriebssicherheit, Erweiterbarkeit und Wirtschaftlichkeit |
Erläuterung:
Das Planungskonzept legt die strategische Ausrichtung der Telekommunikationsanlage fest. Es definiert Struktur und Redundanzen und legt die Schnittstellen zu anderen Gewerken fest. Grundlage sind die Grundleistungen der HOAI-Leistungsphasen 2 bis 4, in denen die Vorplanung und Entwurfsplanung erstellt und mit den Beteiligten abgestimmt werden. Für das Facility Management bildet dieses Konzept die Basis zur Bewertung der Betriebssicherheit, zur planmäßigen Erweiterung und zur Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit.
Preisliste – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Preisliste |
| Zweck & Scope | Übersicht der Kosten für Komponenten, Installationsleistungen und Betriebsmittel |
| Relevante Regelwerke | HOAI; DIN 276 (Kosten im Bauwesen) |
| Kernelemente | • Einheitspreise und Kostengruppen |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA; Kalkulationsverantwortliche der ausführenden Unternehmen |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Kostenkontrolle, Budgetplanung, Preisvergleiche und Nachtragsmanagement |
Erläuterung:
Die Preisliste dient zur Transparenz der Investitions- und Betriebskosten. Sie erlaubt dem Facility Management, Kosten zu vergleichen, Nachträge zu bewerten und Wirtschaftlichkeitsberechnungen anzustellen. Gemäß der HOAI bildet sie die Grundlage für die Ermittlung der anrechenbaren Kosten und dient damit auch der Honorarberechnung.
Protokoll zur Mängelbeseitigung aus der Abnahme
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Mängelbeseitigungsprotokoll |
| Zweck & Scope | Dokumentation der festgestellten Mängel und ihrer termingerechten Beseitigung |
| Relevante Regelwerke | HOAI (Leistungsphase 8 – Objektüberwachung); VOB/B (Abnahme und Gewährleistung) |
| Kernelemente | • Beschreibung der Mängel |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA bzw. Bauüberwachung; ausführendes Unternehmen |
| Praktische Nutzung | Grundlage für die Schlussabnahme, Gewährleistungsfristen und die rechtssichere Übergabe an den Betreiber |
Erläuterung:
Bei der Abnahme werden Mängel protokolliert und deren Behebung vereinbart. Für das Facility Management ist das Protokoll entscheidend, um Haftungs- und Gewährleistungsfragen klar nachzuweisen. Es dokumentiert, welche Mängel in welcher Frist beseitigt wurden und wann die Anlage vollständig betriebsbereit übergeben wurde.
Protokoll zur Einweisung des Betriebspersonals – Elektrische Systeme
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Inbetriebnahmebericht |
| Zweck & Scope | Nachweis der fachgerechten Inbetriebnahme, Dokumentation der Einstellungen und Prüfergebnisse |
| Relevante Regelwerke | VOB/C DIN 18382; DGUV Vorschrift 3 (Prüfungen) |
| Kernelemente | • Technische Parameter und Konfigurationen |
| Verantwortlich | Auftragnehmer/Installateur; ggf. Inbetriebnahme-Ingenieur |
| Praktische Nutzung | Vergleichsbasis für den späteren Betrieb, Fehlersuche und Wartung |
Erläuterung:
Die ordnungsgemäße Einweisung stellt sicher, dass das Betriebspersonal die Anlage sicher und bestimmungsgemäß betreiben kann. Nach DGUV Vorschrift 3 dürfen elektrische Anlagen nur von Elektrofachkräften oder unter deren Leitung errichtet und betrieben werden. Das Protokoll dient somit als Nachweis gegenüber der Berufsgenossenschaft und im Haftungsfall.
Inbetriebnahme- und Einstellbericht – Elektrische Systeme
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Inbetriebnahmebericht |
| Zweck & Scope | Nachweis der fachgerechten Inbetriebnahme, Dokumentation der Einstellungen und Prüfergebnisse |
| Relevante Regelwerke | VOB/C DIN 18382; DGUV Vorschrift 3 (Prüfungen) |
| Kernelemente | • Technische Parameter und Konfigurationen |
| Verantwortlich | Auftragnehmer/Installateur; ggf. Inbetriebnahme-Ingenieur |
| Praktische Nutzung | Vergleichsbasis für den späteren Betrieb, Fehlersuche und Wartung |
Erläuterung:
Der Bericht dokumentiert den technischen Ausgangszustand der Anlage. DGUV Vorschrift 3 fordert, dass elektrische Anlagen vor der ersten Inbetriebnahme sowie in wiederkehrenden Abständen geprüft werden und dass dabei die elektrotechnischen Regeln eingehalten werden. Der Inbetriebnahmebericht erfasst diese Einstellungen und Prüfungen und bildet somit eine wichtige Referenz für das Facility Management.
Prüfbuch für elektrische Anlagen und Betriebsmittel
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Inbetriebnahmebericht |
| Zweck & Scope | Nachweis der fachgerechten Inbetriebnahme, Dokumentation der Einstellungen und Prüfergebnisse |
| Relevante Regelwerke | VOB/C DIN 18382; DGUV Vorschrift 3 (Prüfungen) |
| Kernelemente | • Technische Parameter und Konfigurationen |
| Verantwortlich | Auftragnehmer/Installateur; ggf. Inbetriebnahme-Ingenieur |
| Praktische Nutzung | Vergleichsbasis für den späteren Betrieb, Fehlersuche und Wartung |
Erläuterung:
§ 5 der DGUV Vorschrift 3 verpflichtet den Unternehmer, elektrische Anlagen und Betriebsmittel vor der ersten Inbetriebnahme sowie in bestimmten Zeitabständen prüfen zu lassen. Die Fristen sind so zu wählen, dass entstehende Mängel rechtzeitig erkannt werden. Auf Verlangen der Berufsgenossenschaft ist ein Prüfbuch mit bestimmten Eintragungen zu führen. Das Prüfbuch dient der rechtssicheren Dokumentation der elektrischen Sicherheit und ist für das Facility Management unverzichtbar.
Raumbuch – Gesamtgebäude
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Raumbuch (Gesamtgebäude) |
| Zweck & Scope | Raumbezogene Erfassung der technischen Ausstattung, inkl. Zuordnung der Telekommunikationskomponenten zu Nutzungsbereichen |
| Relevante Regelwerke | VDI 6070 Blatt 1; VDI 3810-2 / VDI 6023-3 (Betrieb von TGA-Anlagen) |
| Kernelemente | • Liste der Räume mit Nutzung, Flächen und technischen Anlagen |
| Verantwortlich | Eigentümer/Auftraggeber; Fachplaner TGA |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Betrieb, Wartung und Umbauten; Unterstützung der CAFM-Systeme und des Bestandsmanagements |
Erläuterung:
Die VDI 6070 Blatt 1 definiert das Raumbuch als Instrument zur Abbildung alphanumerischer Informationen über den gesamten Lebenszyklus. Sie beschreibt Ziele und Aufgaben des Raumbuchs, legt die Gliederungsstrukturen fest und erlaubt die Umsetzung als gedruckte Blätter, digitale Tabellen oder integriertes BIM-Modell. Für das Facility Management ermöglicht das Raumbuch eine strukturierte Zuordnung der Telekommunikationskomponenten zu den Nutzungseinheiten des Gebäudes und ist Grundlage für Wartung und Umbauplanungen.
Raumbuch – Technischer Teil (LPH 2 Vorplanung)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Technisches Raumbuch (Leistungsphase 2 – Vorplanung) |
| Zweck & Scope | Festlegung vorläufiger technischer Anforderungen, Schnittstellen und Platzbedarfe für Telekommunikationsanlagen |
| Relevante Regelwerke | HOAI; DIN 1988-200 (Planung von Gebäudeanlagen); VDI 6070 Blatt 1 (Konzeptionsphase) |
| Kernelemente | • Grundanforderungen an Versorgung, Kapazitäten und Redundanz |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Grundlage für die Kostenschätzung gemäß DIN 276 und für die Abstimmung mit Architekten und Bauherren |
Erläuterung:
Das technische Raumbuch in der Leistungsphase 2 (Vorplanung) dient der strukturierten Erfassung vorläufiger technischer Anforderungen, Schnittstellen und Platzbedarfe für Telekommunikationsanlagen. Auf Grundlage der HOAI, DIN 1988-200 sowie VDI 6070 Blatt 1 bildet es eine wesentliche Planungsbasis für die Kostenschätzung nach DIN 276 und ermöglicht dem Facility Management eine frühzeitige Abstimmung von Flächen-, Versorgungs- und Redundanzanforderungen mit Architekten, Fachplanern und Bauherren.
Raumbuch – Technischer Teil (LPH 3 Entwurfsplanung)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Technisches Raumbuch (Leistungsphase 3 – Entwurfsplanung) |
| Zweck & Scope | Konkretisierung der technischen Ausstattung einschließlich festgelegter Systemlösungen und Leitungstrassen |
| Relevante Regelwerke | HOAI; VDI 6070 Blatt 1 (Planungsphase) |
| Kernelemente | • Festgelegte Geräte, Leitungswege und Anschlusspunkte |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Übergang zur Ausführungsplanung; detaillierte Grundlage für Leistungsverzeichnisse und technische Spezifikationen |
Erläuterung:
Die VDI-6070-Richtlinie betont, dass das Raumbuch während der Konzeptions-, Planungs-, Errichtungs- und Betriebsphase fortgeschrieben wird und in verschiedenen Strukturierungen alphanumerische Daten bereitstellt. Die technischen Raumbücher ermöglichen dem Facility Management, bereits in der Vor- und Entwurfsplanung die Anforderungen an Betrieb und Instandhaltung zu erkennen und zu berücksichtigen. Dadurch lassen sich spätere Anpassungen minimieren und die Betriebskosten optimieren.
Auditunterlagen für Telekommunikationsanlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Auditdokumente |
| Zweck & Scope | Systematische Überprüfung des Betriebs, der Dokumentation und der Einhaltung von Gesetzen, Normen und Betreiberpflichten |
| Relevante Regelwerke | VDI 6026 Blatt 1 und 1.1 (Dokumentation in der Technischen Gebäudeausrüstung) |
| Kernelemente | • Auditkriterien und Checklisten |
| Verantwortlich | Auditor (intern oder extern); Facility Management; Betreiber |
| Praktische Nutzung | Sicherstellung der Qualität, Compliance-Nachweise und kontinuierliche Verbesserung des Betriebs |
Erläuterung:
Die VDI-Richtlinie 6026 beschreibt die Inhalte der Planungs-, Ausführungs- und Revisionsunterlagen der technischen Gebäudeausrüstung und stellt klar, dass sie auf bestehenden Regelwerken wie VOB, HOAI und DIN 276 aufbaut. Blatt 1.1 konkretisiert diese Inhalte hinsichtlich der Anforderungen des Facility Managements. Auditunterlagen nutzen diese Vorgaben, um die Vollständigkeit der Dokumentation zu bewerten, die Einhaltung der Betreiberpflichten nach DGUV und anderen Vorschriften zu überprüfen und Optimierungspotenziale zu identifizieren.
Berechnung von Schadstoffemissionen – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Emissionsberechnung |
| Zweck & Scope | Bewertung potenzieller Emissionen technischer Komponenten (z. B. Netzgeräte, Klimageräte und deren Energiebedarf) |
| Relevante Regelwerke | HOAI (Grundlagenermittlung und Vorplanung), Energiewirtschaftsgesetz, Klimaschutzgesetz |
| Kernelemente | • Annahmen und Randbedingungen |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA in Abstimmung mit Umweltgutachtern |
| Praktische Nutzung | Nachweis gegenüber Behörden im Genehmigungsverfahren, Entscheidungsgrundlage für Material- und Technologieauswahl sowie Grundlage für Nachhaltigkeitsberichte |
Erläuterung:
Die Emissionsberechnung ermöglicht dem Facility Management, die umweltrelevanten Auswirkungen technischer Anlagen zu bewerten und im Planungs- und Genehmigungsprozess transparente Nachweise zu erbringen. Gemäß § 49 Abs. 1 EnWG müssen Energieanlagen so errichtet und betrieben werden, dass die technische Sicherheit gewährleistet ist und die anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden; hierzu zählen die DIN-VDE-Normen und die technischen Anschlussbedingungen der Netzbetreiber. Eine fundierte Emissionsberechnung unterstützt die Einhaltung dieser Anforderungen und erleichtert den Nachweis gegenüber Behörden und Stakeholdern.
Schlitz- und Durchbruchpläne – Ausführungsplanung (LPH 5)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Schlitz- und Durchbruchpläne |
| Zweck & Scope | Abstimmung der baulichen Eingriffe für Leitungsführungen in Wänden, Decken und Böden während der Ausführungsplanung |
| Relevante Regelwerke | HOAI LPH 5, DIN 18015-3 (Leitungsführung in Wohngebäuden), Bauordnungsrecht |
| Kernelemente | • Lage, Dimension und Art der Durchbrüche und Schlitze |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA in Zusammenarbeit mit Tragwerksplaner und Architekt |
| Praktische Nutzung | Grundlage für die ausführende Firma und die Baukoordination; ermöglicht eine kostensichere Planung und verhindert spätere Schäden bei Umbauten |
Erläuterung:
Schlitz- und Durchbruchpläne dokumentieren die baulichen Eingriffe für die Leitungsführung und sind für das Facility Management unerlässlich, um die Eingriffe nachvollziehbar zu dokumentieren. Sie ermöglichen es, Umbauten oder Nachrüstungen ohne Beschädigung der Gebäudesubstanz zu planen und später anhand verorteter Durchbrüche Wartungsarbeiten zielgenau auszuführen. Die HOAI ordnet die Erstellung dieser Pläne der Ausführungsplanung (LPH 5) zu; sie müssen mit der Tragwerksplanung und dem Brandschutz abgestimmt werden, um die Standsicherheit und den baulichen Brandschutz nicht zu beeinträchtigen.
Schlitz- und Durchbruchpläne – Ausschreibungsergebnis (LPH 7)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Schlitz- und Durchbruchpläne im Ausschreibungsergebnis |
| Zweck & Scope | Dokumentation des vertraglich vereinbarten Ausführungsumfangs und Festlegung der verpflichtenden Durchbrüche und Schlitze |
| Relevante Regelwerke | HOAI LPH 7; DIN 18381 (Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen), DIN 18379 (Raumlufttechnische Anlagen) |
| Kernelemente | • Final abgestimmte Durchbrüche einschließlich Bezeichnungen und Koordinaten |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA; bei der Vergabe der Leistungen Beteiligte |
| Praktische Nutzung | Referenz für Abnahme, Gewährleistung und Betrieb; bildet den verbindlichen Soll-Zustand für die Vertragsdurchführung |
Erläuterung:
Diese Pläne enthalten die endgültig abgestimmten Durchbrüche und Schlitze und werden Bestandteil der Ausschreibungsunterlagen. Sie legen den verbindlichen Soll-Zustand fest und sind für das Facility Management bei der Abnahme und im Betrieb maßgeblich. Durch die eindeutige Zuordnung zu den ausgeschriebenen Leistungen können Gewährleistungsansprüche überprüft und Nachträge vermieden werden.
Schnittstellenkatalog – Telekommunikationsanlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Schnittstellenkatalog |
| Zweck & Scope | Definition der technischen und organisatorischen Schnittstellen zwischen Telekommunikationsanlagen, Elektrotechnik, Informationstechnologie und Brandschutz |
| Relevante Regelwerke | VDI 6039 (Inbetriebnahmemanagement für Gebäude), VDI 6026 Blatt 1.1 (FM-spezifische Dokumentation) |
| Kernelemente | • Beschreibung der Schnittstellen zu angrenzenden Gewerken |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA in Abstimmung mit den Gewerkeplanern und dem Facility Management |
| Praktische Nutzung | Vermeidung von Zuständigkeitskonflikten und Doppelarbeiten, klare Definition der Betreiber- und Wartungsverantwortung |
Erläuterung:
Schnittstellen zwischen verschiedenen Gewerken sind häufig die Ursache für Mehrkosten und Verzögerungen. In einem Projektbericht wird beschrieben, dass die Schnittstellen gemeinsam mit den beteiligten Fachgewerken intensiv diskutiert und in Form eines Schnittstellenkatalogs dokumentiert wurden, um für die spätere Ausführung klare Verhältnisse zu schaffen; der Katalog enthielt Aussagen über Zuständigkeiten und Verantwortung, sodass die Gesamtleistung nahtlos erfasst und kalkuliert werden konnte. Für das Facility Management ist der Schnittstellenkatalog ein zentrales Koordinationsinstrument: Er definiert, wer für welche Komponenten verantwortlich ist, wie die Gewerke zusammenarbeiten und wie Störungen zu melden sind. Damit werden Haftungsrisiken reduziert und der sichere Betrieb unterstützt.
Stromlaufpläne – Technische Ausrüstung (LPH 5)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Stromlaufpläne (Planungsstand) |
| Zweck & Scope | Darstellung der geplanten elektrischen Verschaltung, der Spannungsversorgung sowie der Signal- und Steuerkreise |
| Relevante Regelwerke | HOAI LPH 5; DIN EN 61082-1 (Dokumente der Elektrotechnik – Regeln für Stromlauf- und Schaltpläne) |
| Kernelemente | • Spannungsquellen und Stromkreise |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Planungs- und Prüfgrundlage für die weitere Ausarbeitung, Abstimmung mit anderen Gewerken und Vorbereitung der Montage |
Erläuterung:
Die Stromlaufpläne der Leistungsphase 5 stellen die detaillierte Planung der elektrischen Verschaltung, Spannungsversorgung sowie der Signal- und Steuerkreise der technischen Ausrüstung dar. Auf Grundlage der HOAI LPH 5 und der DIN EN 61082-1 dienen sie dem Facility Management und den ausführenden Gewerken als verbindliche Planungs- und Prüfgrundlage zur Abstimmung mit anderen Gewerken, zur Vorbereitung der Montage sowie zur Sicherstellung einer normkonformen und betriebssicheren Umsetzung.
Stromlaufpläne – Montageplanung (LPH 7 +)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Stromlaufpläne (Montageplanung) |
| Zweck & Scope | Konkretisierung der Stromlaufpläne für die Installation und Inbetriebnahme, einschließlich Klemmen- und Anschlussplänen |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382 (VOB/C ATV Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnische Anlagen) |
| Kernelemente | • Klemmen- und Anschlusspläne |
| Verantwortlich | Auftragnehmer/Installateur |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Montage und Abnahme; dient zur Installation und Prüfung vor Inbetriebnahme, unterstützt die Einweisung des Betreibers |
Erläuterung:
Die Stromlaufpläne der Montageplanung (LPH 7+) konkretisieren die Planungsunterlagen bis auf Installations- und Anschlussebene und bilden die verbindliche Grundlage für die fachgerechte Montage, Prüfung und Inbetriebnahme der Anlage. Auf Basis der DIN 18382 dienen sie dem Facility Management und den ausführenden Unternehmen als maßgebliche Referenz für Abnahme, Betreiberunterweisung sowie für eine nachvollziehbare und revisionssichere Übergabe in den Betrieb.
Stromlaufpläne – Revisionsstand (LPH 8)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Revisions-Stromlaufpläne |
| Zweck & Scope | Darstellung des tatsächlich ausgeführten Zustands der elektrischen Verschaltung und der Signal- und Steuerkreise |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382; DIN 18015-1 (Dokumentation in Wohngebäuden) |
| Kernelemente | • Endgültige Leitungsführung und Kennzeichnung sämtlicher Betriebsmittel |
| Verantwortlich | Auftragnehmer/Installateur, Übergabe an den Betreiber |
| Praktische Nutzung | Zentrale Grundlage für Betrieb, Wartung und Störungsbeseitigung; Voraussetzung für spätere Umbauten und Nachweise gegenüber Prüfbehörden |
Erläuterung:
Ein Stromlaufplan nach DIN EN 61082-1 ist eine aufgelöste Darstellung der Schaltung mit allen Schaltungselementen und Verbindungen; Pflichtbestandteile sind grafische Symbole für alle Betriebsmittel, Verbindungsinformationen (Kabeldefinitionen), die Kennzeichnung sämtlicher Betriebsmittel, Anschlusskennzeichnungen an den Schaltzeichen und ein Schriftfeld mit den notwendigen Eintragungen. Während der Planungsphase (LPH 5) stellt der Stromlaufplan die geplanten Versorgungs- und Steuerkreise dar. Im Rahmen der Montageplanung wird er detailliert, damit der Installateur Klemmen und Anschlüsse eindeutig zuordnen kann. Nach Fertigstellung der Anlage müssen gemäß DIN 18382 Abschnitt 3.4 neben Ausführungsplänen und Übersichtsschaltplänen auch Stromlaufpläne dreipolig, Aufbauzeichnungen, Funktionsbeschreibungen, Anschlusstabellen, Messprotokolle und weitere Unterlagen in geordneter und aktualisierter Form an den Auftraggeber übergeben werden. Diese Revisionsunterlagen bilden die maßgebliche Grundlage für den sicheren Betrieb und dienen als Referenz bei Wartung, Störungsbeseitigung und Umbauten.
Übersichts-Stromlaufplan nach DIN EN 61082-1 – Montageplanung (LPH 7 +)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Übersichts-Stromlaufplan (Montageplanung) |
| Zweck & Scope | Gesamtüberblick über die Systemstruktur der Telekommunikationsanlage, Darstellung der Hauptkomponenten und ihrer Verbindung |
| Relevante Regelwerke | DIN EN 61082-1; DIN 18382 |
| Kernelemente | • Systemtopologie mit Darstellung der Verteilung (z. B. sternförmig, baumförmig) |
| Verantwortlich | Auftragnehmer/Installateur |
| Praktische Nutzung | Schnelle Orientierung im Betrieb; Unterstützung bei der Einweisung des Bedienpersonals und bei Prüfungen |
Erläuterung:
Der Übersichts-Stromlaufplan nach DIN EN 61082-1 in der Montageplanung (LPH 7+) vermittelt einen zusammenfassenden Überblick über die Systemstruktur der Telekommunikationsanlage und deren Hauptkomponenten. Er dient dem Facility Management als leicht verständliche Orientierungsunterlage für Betrieb, Einweisung des Bedienpersonals und Prüfungen und unterstützt insbesondere bei Störungsanalysen sowie bei der schnellen Zuordnung von Leitungswegen und Systemkomponenten.
Übersichts-Stromlaufplan – Revisionsfassung (LPH 8)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Revisions-Übersichtsplan |
| Zweck & Scope | Dokumentation des finalen Anlagenzustands in übersichtlicher Form |
| Relevante Regelwerke | DIN EN 61082-1; DIN 18382 |
| Kernelemente | • Endgültige Systemdarstellung mit Bezeichnung aller Komponenten und Schnittstellen |
| Verantwortlich | Auftragnehmer/Installateur |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Betrieb, Prüfungen und Störungsmanagement; dient als Übersicht für den Betreiber, um die Anlage schnell zu erfassen und sicher zu steuern |
Erläuterung:
Übersichtspläne bieten dem Facility Management einen schnellen Zugang zur gesamten Systemstruktur der Telekommunikationsanlage. Sie zeigen die Topologie und die wichtigsten Komponenten in konzentrierter Form und unterstützen so die Einweisung des Bedienpersonals, die Prüfungen durch Sachverständige sowie die Störungsbearbeitung. Gemäß der VOB/C DIN 18382 müssen elektrische Übersichtsschaltpläne und Anschlusspläne nach DIN EN 61082-1 bei der Abnahme übergeben werden; im Revisionsstand werden diese Pläne anhand des tatsächlichen Anlagenzustands aktualisiert und dienen als verbindliche Grundlage für den späteren Betrieb.
Ausschreibungsunterlagen mit Leistungsbeschreibung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Ausschreibungs- und Vergabeunterlagen mit Leistungsbeschreibung |
| Zweck & Scope | Rechtssichere Beschreibung der auszuführenden Leistungen, Festlegung der technischen Mindestanforderungen und Abgrenzung des Leistungsumfangs |
| Relevante Regelwerke | HOAI LPH 6–7; VOB/A 2019 (Vergabeordnung), VDI 6026 Blatt 1 (Dokumentationsinhalte) |
| Kernelemente | • Leistungsbeschreibung und Leistungsverzeichnis |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA in Zusammenarbeit mit dem Vergaberechtler |
| Praktische Nutzung | Grundlage für die Ausschreibung und Vergabe von Leistungen; dient der Vertragssicherheit, dem Vergleich von Angeboten und der Durchsetzung von Gewährleistungsansprüchen |
Erläuterung:
Die Ausschreibungsunterlagen mit Leistungsbeschreibung sichern eine transparente und prüffähige Vergabe der Leistungen. Sie definieren den Leistungsumfang rechtsverbindlich, legen die technischen Mindestanforderungen fest und bilden damit die Grundlage für die Vertragsdurchführung. Die VDI 6026 beschreibt, welche Unterlagen im Rahmen der Planung, Ausführung und Revision auszutauschen sind und baut auf den Instrumenten der VOB, HOAI und DIN 276 auf. Durch die frühzeitige Integration dieser Richtlinie in die Verträge lassen sich spätere Konflikte vermeiden. Für das Facility Management bilden die Ausschreibungsunterlagen die Basis zur Abgrenzung von Gewährleistungs- und Betreiberpflichten.
Vergabevorschlag – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Vergabevorschlag |
| Zweck & Scope | Entscheidungsgrundlage zur Auswahl des Auftragnehmers |
| Relevante Regelwerke | HOAI |
| Kernelemente | • Angebotsvergleich |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Prüffähige und nachvollziehbare Vergabeentscheidung |
Erläuterung:
Während der Leistungsphase 7 der HOAI gehört das Prüfen und Werten der Angebote, das Aufstellen eines Preisspiegels und die Mitwirkung bei der Vergabe zu den Grundleistungen. Der Vergabevorschlag dokumentiert diese Schritte und stellt sicher, dass Telekommunikationsanlagen fachgerecht, wirtschaftlich und regelkonform vergeben werden. Für das Facility Management dient der Vorschlag als Nachweis für die Einhaltung von Qualitätsstandards, Vertragsinhalten und Gewährleistungs- sowie Betreiberpflichten.
Wirtschaftlichkeitsnachweis – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Wirtschaftlichkeitsnachweis |
| Zweck & Scope | Bewertung der Investitions- und Betriebskosten |
| Relevante Regelwerke | HOAI |
| Kernelemente | • Investitionskosten |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Budgetierung und Lebenszyklusbetrachtung |
Erläuterung:
Bereits bei der Grundlagenermittlung und Vorplanung legt die HOAI großen Wert auf das Klären der Aufgabenstellung, die Systemanalyse nach Nutzen, Aufwand, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit sowie die Wirtschaftlichkeitsvorbetrachtung. In der Entwurfsplanung gehören ein detaillierter Wirtschaftlichkeitsnachweis, Betriebskostenberechnungen und der Vergleich von Schadstoffemissionen zu den besonderen Leistungen. Der Wirtschaftlichkeitsnachweis stützt das Facility Management bei strategischen Investitionsentscheidungen, indem er die Lebenszykluskosten verschiedener Varianten transparent macht und somit eine nachhaltige Kostensteuerung der Telekommunikationsinfrastruktur ermöglicht.
Grafische Darstellung – Entwurfsplanung (LPH 3)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Grafische Darstellung |
| Zweck & Scope | Visualisierung des technischen Konzepts |
| Relevante Regelwerke | HOAI |
| Kernelemente | • Systemübersichten |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Abstimmung mit Bauherr und Fachplanern |
Erläuterung:
In der Entwurfsplanung (Leistungsphase 3) wird das Planungskonzept zu einer zeichnerischen Lösung ausgearbeitet und alle Systeme und Anlagenteile werden festgelegt. Grafische Darstellungen wie Systemübersichten und Funktionszonen ermöglichen dem Facility Management eine frühe Bewertung der Systemstruktur, Zugänglichkeit und des späteren Betriebsaufwandes. Die Richtlinie VDI 6026 weist darauf hin, dass die Anforderungen des späteren Betriebs bereits in der Planung berücksichtigt werden müssen und dass die Dokumentation den gesamten Lebenszyklus abdecken soll.
Grafische Darstellung – Ausführungsplanung (LPH 5)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Grafische Darstellung |
| Zweck & Scope | Detaillierte Ausführungsgrundlage |
| Relevante Regelwerke | HOAI |
| Kernelemente | • Gerätestandorte |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Ausführung und spätere Anpassungen |
Erläuterung:
Die HOAI sieht in der Leistungsphase 5 (Ausführungsplanung) die detaillierte Darstellung der Anlagen mit Dimensionen sowie das Anfertigen von Stromlaufplänen und Schlitz- und Durchbruchsplänen vor. Für Kommunikationsanlagen fordert die DIN 18382, dass Ausführungspläne mit eingetragenen Elektro-, Sicherheits- und informationstechnischen Komponenten sowie Stromlaufpläne, Schnittstellenlisten und Kurzschluss- und Selektivitätsberechnungen erstellt werden. Für das Facility Management dient diese detaillierte Dokumentation als Grundlage für die ordnungsgemäße Montage, spätere Anpassungen und die Integration in CAFM-Systeme.
Grafische Darstellung – Ausschreibungsergebnis (LPH 7)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Grafische Darstellung |
| Zweck & Scope | Dokumentation des vertraglich vereinbarten Leistungsumfangs |
| Relevante Regelwerke | HOAI |
| Kernelemente | • Finaler Systemumfang |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Die VOB/C fordert, dass der Auftragnehmer vor der Abnahme die erforderlichen Bedienungs- und Wartungsanleitungen, Protokolle der Installationsprüfungen nach DIN VDE 0100-600, Messprotokolle, Ersatzteil- und Stücklisten, Bedienungsanleitungen, Wartungshinweise sowie Werk- und Prüfbescheinigungen an den Auftraggeber übergibt. Auf die Anlage bezogene Prüfprotokolle und Konformitätserklärungen belegen, dass die Anlage normgerecht ausgeführt und geprüft wurde. Wartungsfirmen stellen nach jeder Wartung Prüfbescheinigungen aus, die dokumentieren, dass die Anlage den geforderten Normen entspricht und betriebsbereit ist. Für das Facility Management sind diese Nachweise unverzichtbar, da sie die technische Qualität und Rechtssicherheit der Telekommunikationsanlagen belegen und bei Audits und Prüfungen als Nachweis dienen. |
Erläuterung:
Die HOAI verpflichtet den Planer, bei der Vorbereitung und Mitwirkung an der Vergabe (Leistungsphasen 6 und 7) die Mengen zu ermitteln, Leistungsbeschreibungen zu erstellen und Angebote zu prüfen. Die grafische Darstellung des Ausschreibungsergebnisses dokumentiert den vereinbarten Leistungsumfang und ist für Facility Manager eine verbindliche Referenz bei der Abnahme und bei späteren Umbauten. VDI 6026 hebt hervor, dass die Unterlagen zur Ausführungsplanung und zum Ausschreibungsergebnis nach einheitlichen Standards zu erstellen sind, um den späteren Betrieb zu erleichtern.
Wartungsanweisungen – Elektrische Systeme
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Wartungsanweisungen |
| Zweck & Scope | Festlegung der fachgerechten Wartung |
| Relevante Regelwerke | VDI 6026; DIN 18382; DGUV Vorschrift 3 |
| Kernelemente | • Wartungsintervalle |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praktische Nutzung | Grundlage für sicheren und normkonformen Betrieb |
Erläuterung:
Wartungsanweisungen enthalten detaillierte Anleitungen für regelmäßige Wartungs- und Inspektionsarbeiten. Sie nennen Wartungsabläufe, Prüffristen und zu prüfende Komponenten; als maßgebliche Normen werden DIN 18382, VDI 6026 und die DGUV Vorschrift 3 genannt. Die Anweisungen geben vor, welche Inspektions- und Wartungsarbeiten in welchen Abständen durchzuführen sind und dienen Facility Managern als Grundlage, um die Einhaltung der Wartungsverpflichtungen nachzuweisen und notwendige Arbeiten nachvollziehbar zu planen.
Instandhaltungsdokumentation nach VDMA 24186
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Instandhaltungsdokumentation |
| Zweck & Scope | Standardisierte Beschreibung aller Instandhaltungsleistungen |
| Relevante Regelwerke | VDMA 24186-0 |
| Kernelemente | • Wartungs- und Inspektionsleistungen |
| Verantwortlich | Instandhaltungsingenieur |
| Praktische Nutzung | Strukturierte und vergleichbare Instandhaltungsplanung |
Erläuterung:
Die VDMA-Richtlinie 24186 legt ein einheitliches Format für die Dokumentation von Wartungsarbeiten und den Zustand einer Anlage fest. Wesentliche Elemente sind die Beschreibung der ausgeführten Tätigkeiten, die Auflistung der Komponenten sowie die Bewertung des Anlagenzustands (etwa „mängelfrei“ oder „Wartung erforderlich“). Darüber hinaus werden verwendete Ersatzteile und künftige Prüfintervalle dokumentiert. Diese strukturierte Erfassung schafft Transparenz und Nachverfolgbarkeit; sie bildet die Grundlage für Wartungsverträge, Kostentransparenz und die Integration in CAFM-Systeme. Damit trägt sie dazu bei, Instandhaltungsprozesse zu optimieren, Stillstandszeiten zu reduzieren und die Lebensdauer der Anlage zu verlängern.
Instandhaltungsplanung und -organisation – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Instandhaltungsplan |
| Zweck & Scope | Organisation der laufenden Instandhaltung |
| Relevante Regelwerke | HOAI |
| Kernelemente | • Wartungsstrategien |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA / Facility Management |
| Praktische Nutzung | Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit |
Erläuterung:
In der Objektbetreuung (Leistungsphase 9) umfasst die HOAI unter anderem die Überwachung der Beseitigung von Mängeln, die Zusammenstellung der zeichnerischen Darstellungen und rechnerischen Ergebnisse des Objekts sowie die Wartungsplanung und -organisation. Die Instandhaltungsplanung definiert die Wartungsstrategien (zustands-, zeit- oder risikobasiert), legt Zuständigkeiten fest und plant die erforderlichen personellen und finanziellen Ressourcen. Dadurch wird eine hohe Anlagenverfügbarkeit gewährleistet und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit des Betriebs sichergestellt.
Werks- und Prüfzeugnisse – Elektrische Systeme
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Werks- und Prüfzeugnisse |
| Zweck & Scope | Nachweis der normgerechten Ausführung |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382 (VOB/C) |
| Kernelemente | • Prüfprotokolle |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Abnahme und Haftungsnachweise |
Erläuterung:
Die VOB/C fordert, dass der Auftragnehmer vor der Abnahme die erforderlichen Bedienungs- und Wartungsanleitungen, Protokolle der Installationsprüfungen nach DIN VDE 0100-600, Messprotokolle, Ersatzteil- und Stücklisten, Bedienungsanleitungen, Wartungshinweise sowie Werk- und Prüfbescheinigungen an den Auftraggeber übergibt. Auf die Anlage bezogene Prüfprotokolle und Konformitätserklärungen belegen, dass die Anlage normgerecht ausgeführt und geprüft wurde. Wartungsfirmen stellen nach jeder Wartung Prüfbescheinigungen aus, die dokumentieren, dass die Anlage den geforderten Normen entspricht und betriebsbereit ist. Für das Facility Management sind diese Nachweise unverzichtbar, da sie die technische Qualität und Rechtssicherheit der Telekommunikationsanlagen belegen und bei Audits und Prüfungen als Nachweis dienen.